85 Millionen Euro für den Forschungsflughafen
Gleich zwei bundesweit führende Zentren werden angesiedelt Technische Universität und DLR gründen strategische Partnerschaft
BRAUNSCHWEIG. Selten hat es in der deutschen Forschungslandschaft einen solchen Aufbruch gegeben: Der Braunschweiger Flughafen wird mit Forschungsmillionen zum deutschen Exzellenz-Cluster für Luft- und Raumfahrt sowie für Fahrzeugtechnik ausgebaut.
Gestern legte die Luftfahrtforschung vor besiegelt wurde eine bislang einmalige strategische Partnerschaft zwischen TU Braunschweig und Deutschem Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR): der Campus-Forschungsflughafen.
Dieser wird sich auch, wie jetzt bekanntgegeben wurde, an der Exzellenz-Initiative des Bundes beteiligen und damit am prestigeträchtigen Rennen der "Leuchttürme" der bundesweiten Forschung. Beim Braunschweiger Beitrag geht es um neuartige Hochleistungsstrukturen für künftige Verkehrsflugzeuge.
Im nächsten Schritt wird der Forschungsflughafen auch für den Braunschweiger Teil des Niedersächsischen Forschungszentrums Fahrzeugtechnik ausgebaut.
Flugzeug- und Kraftfahrzeug-Forschung werden somit zum Kristallisationskern für die Niedersächsische Technische Hochschule (NTH), in der sich die Universitäten Braunschweig, Clausthal und Hannover zur Spitzenforschung zusammengetan haben.
Selten ist an einem einzigen Wissenschafts-Standort so viel investiert worden wie es das Land Niedersachsen, der Bund, TU Braunschweig und DLR aktuell tun:
25 Millionen Euro für den Campus-Forschungsflughafen mit 12 Instituten von TU und DLR. Baubeginn: 2010.
10 Millionen Euro für ein neues Simulatorzentrum für den Campus-Forschungsflughafen. Baubeginn: 2010.
50 Millionen Euro für sieben Institute der TU-Fahrzeugtechnik. Baubeginn: 2010.
"So holen wir die Besten der Besten, gehen auf die Überholspur", betont Niedersachsens Wissenschaftsminister Lutz Stratmann. Braunschweigs Uni-Präsident Jürgen Hesselbach beschreibt die Ziele:
Die Luftfahrtforscher sollen das bürgernahe Flugzeug der Zukunft entwickeln: Es bietet Platz für 100 Passagiere, ist leise und braucht nur noch 800 Meter Start- und Landebahn.
Die Fahrzeugforscher sollen das "Metropolitan car" entwickeln: Es ist das intelligente Auto für die Großstädte der Zukunft.
DLR-Vorstands-Chef Johann-Dietrich Wörner fasst zusammen: "Hier entwickeln wir gemeinsam den optimalen Standort."













