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13. Februar 2012
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Am Flughafen fallen bald die ersten Bäume

Von Marc Rotermund, Braunschweiger Zeitung

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Die umstrittenen Arbeiten beginnen: Noch in dieser Woche werden am Braunschweiger Flughafen die ersten Bäume gefällt, um Platz für die Verlängerung der Start- und Landebahn zu schaffen. Umweltschützer kündigen Proteste an.

„Am Mittwoch erfolgt die Auftragsvergabe. Wann es anschließend genau losgeht, kann ich noch nicht sagen. Das ist Sache des Auftragnehmers“, sagt Reinhard Manlik, der Aufsichtsratschef der Flughafen-Gesellschaft. Er geht aber fest davon aus, dass die Harvester noch in dieser Woche anrücken. Harvester sind spezielle Holz-Ernte-Maschinen, die Bäume fällen und auch von Ästen befreien.

Zunächst werden die Flächen gerodet, die für die Verlängerung der Start- und Landebahn benötigt werden. Dafür müssten laut Flughafen-Gesellschaft 33 Hektar Wald weichen, was der Fläche von 17 Fußballplätzen entspricht. Wie viele Bäume genau gefällt werden, ist umstritten. Während Flughafen-Gegner wie Carlo Fuchs, der Sprecher des Naturschutzbundes, von 60.000 sprechen, hält Manlik diese Zahl für zu hoch gegriffen: „Ich habe die Bäume nicht gezählt. Die Zahl 60.000 ist aber nicht richtig. Vielleicht sind es nur 20.000.“

Probleme durch das Wetter seien beim Abholzen nicht zu erwarten, betont der Aufsichtsratschef. Proteste von Umwelt- und Naturschützern wird es hingegen geben. Das zumindest kündigen mehrere Bürgerinitiativen an, die gegen den Ausbau sind. In einer Erklärung heißt es: „Der Rechnung, wonach kein oder nur geringer Widerstand der Bevölkerung bei Beginn der Rodungsarbeiten zu erwarten ist, wird widersprochen. Jeder einzelne Baum wird verteidigt.“ Der Nabu möchte sich zu geplanten Aktionen nicht äußern. Fuchs: „Ich bitte um Verständnis.“

Manlik indes geht nicht davon aus, dass es Proteste geben wird: „Das wäre unsinnig.“ Schließlich sei rechtlich alles einwandfrei, sodass gerodet werden könne – zumindest die Fläche, die für die Verlängerung der Start- und Landebahn um 600 auf 2300 Meter vorgesehen ist. Einige Grundstücke aber, die für den Sicherheitsstreifen erforderlich sind, gehören der Flughafengesellschaft nicht. Manlik: „Da wird es noch Gespräche geben.“

Die Polizei erwartet keine gewalttätigen Proteste. Eine Versammlung sei über die Stadt bisher nicht angemeldet worden, sagt Sprecher Wolfgang Klages. Sollte es zu nicht angemeldeten Versammlungen kommen, würden die Beamten prüfen, ob ein Gesetzesverstoß vorliegt.

Montag, 04.01.2010
Quelle: http://www.newsclick.de/index.jsp/artid/11506118/menuid/2044

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