Flughafen pachtet Fläche von Stiftung
Vereinbarung über Grundstück im Querumer Wald
Die letzte rechtliche Voraussetzung für die Verlängerung der Start- und Landebahn des Flughafens ist nach BZ-Informationen gestern endlich unter Dach und Fach gebracht worden. Am Vormittag trafen sich demnach Vertreter der Flughafengesellschaft und der Stiftung Braunschweigischer Kulturbesitz im Rathaus, um den Vertrag für die Überlassung von für den Ausbau benötigten Flächen des Querumer Waldes zu besiegeln.
Erbbaurechtsvertrag über 99 Jahre
Die Unterzeichnung fand am Vormittag im Beisein von Vertretern der Stadt und Juristen beider Seiten statt. Es handelt sich um einen Vertrag des Erbbaurechts über die üblichen 99 Jahre. Auf Anfrage wollten die Beteiligten keine näheren Angaben machen. Es wurde Stillschweigen über das Grundstücksgeschäft, das mehrere Flurstücke berührt, und die damit zusammenhängenden Finanzen vereinbart.
Die Fläche soll nahezu deckungsgleich mit jener sein, die abgeholzt werden soll, um das Baufeld für eine verlängerte Start- und Landebahn freizuräumen. Die Flughafengesellschaft wird in Kürze beginnen, Aufträge zu erteilen.
Der erste wird an das Unternehmen gehen, das die Rodungsarbeiten erledigen soll. Damit ist in den nächsten Tagen zu rechnen. Wann mit der Rodung tatsächlich begonnen wird, ist noch unklar und auch wetterabhängig. Ziel ist es, zügig in diesem Winter anzufangen.
Forstexperten versichern, dass die gegenwärtige Schneehöhe noch kein Hinderungsgrund für den Einsatz der großen Baumfäll-Maschinen sei. Für das Wochenende sind im Bereich Braunschweig weitere Schneefälle angekündigt.
Die Harvester genannten Holzerntemaschinen aus der Forstwirtschaft werden die Bäume auf 33 Hektar vernichten. Eine 28 Hektar große Waldfläche wird später, im nächsten Winter, für die Sicherheit des Flugbetriebs in unterschiedlicher Höhe gekappt.
Für den ökologischen Ausgleich forstet die Flughafengesellschaft in Braunschweig und Umgebung rund 160 Hektar neuen Wald auf. Dabei werden in Teilen größere zusammenhängende Waldflächen geschaffen.
Die eigentlichen Arbeiten an der Start- und Landebahn sollen in diesem Frühjahr beginnen. Der Flugbetrieb auf der längeren Bahn soll ein Jahr später möglich sein.













