Zweite Maschine fällt seit gestern die Bäume im Querumer Forst
Unternehmen: Maximal 18 000 Bäume werden für Erweiterung der Flughafen-Landebahn gerodet
Mit einer Anhörung eröffnete die Stadt gestern Ordnungswidrigkeitenverfahren gegen sieben Störer, die am Sonntag die Sperrzone der für die Flughafenerweiterung nötigen Baumfällarbeiten im Querumer Forst besetzt hatten.
Die Personen waren der Verwaltung von der Polizei gemeldet worden. Darunter befand sich auch Peter Rosenbaum, Ratsherr der Bibs, der die Demonstration angemeldet hatte.
Gestern drangen erneut Störer in den Sicherheitsbereich. Wieder dabei: Rosenbaum. Er und zwei weitere Besetzer erhielten von der Polizei Platzverweise. Die Polizei spricht von 40 Demonstranten.
Die Stadt wertet gegenwärtig Zeugenaussagen sowie öffentlich zugängliche Fotos aus, damit weitere Personen identifiziert werden, die widerrechtlich die Sicherheit gefährdet hatten. Weitere Verfahren sollen eingeleitet werden. Die Auswertung hatte bereits zur Folge, dass Bibs-Ratsfrau Heiderose Wanzelius ebenfalls als Betroffene angehört wird.
"Die Stadtverwaltung wird gegen jeden Verstoß vorgehen. Das Betreten des Sicherheitsbereiches um den Harvester stellt in jedem Fall ein ordnungswidriges Verhalten dar", erklärte ein Sprecher der Stadt.
Nichts spräche gegen ein Demonstrieren vor der Sperrzone, hieß es, aber das Eindringen und Besetzen der Sperrzone sei nach dem Wald- und Forstgesetz eine Ordnungswidrigkeit. Die Verlängerung der Start- und Landebahn hat rechtlich bis zur letzten Instanz standgehalten.
Seit gestern setzt das Forstunternehmen Rex einen zweiten Harvester ein. Die Fällarbeiten sollen am 28. Februar abgeschlossen sein. Die Schneise erreichte gestern die vorgesehene Breite von 200 Metern.
Nach Ergebnissen des Baumzählers im Harvester stehen auf einem Hektar etwa 600 Bäume des bisher gefällten Stangenholzformats. Hochgerechnet auf die 33 Hektar würde das bedeuten, dass 19 800 Bäume fallen müssten. Da in Außenbereichen der Rodungsfläche aber dickere Bäume stehen, sei die Anzahl tatsächlich geringer.
Das beauftragte Forstunternehmen geht deswegen von 18 000 zu fällenden Bäumen aus. Gegner des Ausbaus behaupten, dass 60 000 Bäume gefällt werden müssten.













