Baufeld für die neue Startbahn am Flughafen ist seit gestern frei
Fällarbeit mit Harvester vor dem Abschluss Dickere Bäume im Randbereich werden von Hand gefällt
Gestern gab es die zweitgrößte Demonstration gegen die Verlängerung der Start- und Landebahn am Flughafen seit Beginn der Fällarbeiten im Querumer Forst am Morgen des 8. Januar.
Etwa 100 Gegner protestierten nach Polizeiangaben gegen den Ausbau. Rund die Hälfte von ihnen besetzte zwischenzeitig das Baufeld. Die Fällarbeiten mussten kurz unterbrochen werden. Die Veranstalter der Demonstration sprechen von 180 Teilnehmern.
Seit gestern ist das Baufeld für die Startbahn-Verlängerung frei. Die Harvester haben nach Angaben der Flughafengesellschaft bislang rund 16 000 Bäume gefällt. Dabei handelte es sich überwiegend um so genanntes Stangenholz. Betroffen waren in erster Linie recht junge Eichen und Buchen, weniger Eschen und Birken.
Ein Harvester hat seine Arbeit bereits beendet. Der zweite Harvester wird bereits am Montag abgezogen. Dann müssen die stärkeren Bäume im Randbereich per Hand gefällt werden. Das maschinelle Fällen sei schneller gegangen als erwartet, heißt es.
Das beauftragte Forstunternehmen schätzt, dass das Fällen spätestens am 15. Februar abgeschlossen sein wird. Danach folgt das Roden der Wurzeln. Der Zeitplan sieht dafür die Monate von März bis Juni vor.
Gestern teilte die Stadt mit, dass sie Ordnungswidrigkeitenverfahren gegen elf Personen eingeleitet und zwei Straftatbestände an die Staatsanwaltschaft gegeben habe. Die Vorwürfe hängen jeweils mit den Demonstrationen zusammen.
Das Forstunternehmen musste seine Arbeit mehrfach unterbrechen, weil Störer in die Sicherheitszone eingedrungen waren. Erst nach Eingreifen der Polizei konnten die Arbeiten dann fortgesetzt werden.
"Die Störungen waren nicht hinnehmbar", meint der Erste Stadtrat Carsten Lehmann. Die Arbeiten hätten nur geltende Rechtslage umgesetzt. Die Stadt habe das Eindringen in den Sicherheitsbereich als Verstoß gegen das niedersächsische Waldgesetz und das Versammlungsgesetz konsequent geahndet und werde das weiter tun.
Dazu würden auch öffentlich zugängliche Fotos und Filme ausgewertet, heißt es in einer Erklärung.













