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13. Februar 2012
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Gutachten zur Ostumfahrung soll in sechs Wochen vorliegen

Grasseler Straße wird im September am Flughafen gekappt – Busfahrten wegen Umleitung vier Minuten länger

Von Jörg Fiene und Ralph-Herbert Meyer

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Bis Ende April will die Flughafengesellschaft die überarbeiteten Pläne für die Ostumfahrung des Flughafens den Behörden vorlegen. Voraussichtlich frühestens Anfang September, so erklärt die Stadt jetzt auf Anfrage, werde die Grasseler Straße gekappt.

In sechs Wochen, hofft Flughafen-Geschäftsführer Boris Gelfert, sollen alle Unterlagen mit belastbaren Aussagen verfügbar sein.

Das Gutachten

Die Flughafen-Betreiber müssen nacharbeiten, weil das Oberverwaltungsgericht Lüneburg die Planung der 3,8 Millionen teuren Ostumfahrung vorigen Mai von der Genehmigung für die Flughafenerweiterung abgekoppelt hatte. Der Grund: Alternativen zur Ostumfahrung seien nicht hinreichend geprüft worden.

Nun sind fast zehn Monte verstrichen, auf der Grasseler Straße ist nicht mehr lange freie Fahrt. Gelfert erklärt, dass die Flughafengesellschaft erst die letztgültige Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts im November habe abwarten müssen. Danach sei unverzüglich das Gutachten in Auftrag gegeben worden. Das befasse sich mit Alternativrouten, Umwelt- und Lärmverträglichkeit sowie Nah- und Rettungsverkehr.

Die Straßensperrung

Bis zur Fertigstellung der Flughafenumfahrung werde die Stadt zur Entlastung Waggums eine Umleitung ausschildern. Die führt aus dem Norden über Bevenrode und Bechtsbüttel auf die B 4 und die A 391, sagt Stadtbaurat Zwafelink. Der örtliche Verkehr aus Waggum und Bienrode müsse über die Forststraße Richtung Zentrum fahren.

Es werde zu Belastungen auf anderen Routen kommen, räumt Zwafelink ein. "Wie sich der Verkehr für den Zeitraum der Unterbrechung der Grasseler Straße verteilt, kann derzeit nicht gesagt werden."

Der Busverkehr

Nach der Sperrung der Grasseler Straße wird sich auch die Metro-Buslinie 13 einen neuen Weg suchen müssen. Christopher Graffam, Sprecher der Verkehrs-AG, erklärt: Die Busse werden über die Hermann-Blenk-Straße nach Bienrode und weiter nach Waggum und Bevenrode geführt. Fahrgäste, so Graffam, müssten sich auf vier bis fünf Minuten mehr Fahrtzeit einstellen. "Das heißt für die Schüler, dass die Busse morgens früher losfahren." Ob die M 13 auch in Bienrode hält, sei noch offen.

Der Zeitplan

Die Entscheidung über das jetzt in Aussicht gestellte Gutachten der Flughafengesellschaft zur Ostumfahrung liegt bei der Landesbehörde für Verkehr und Straßenbau in Wolfenbüttel. Damit ist frühestens im Spätsommer zu rechnen – eher später.

Wie Behördensprecher Jens-Thilo Schulze sagt, stünden davor noch jeweils vier Wochen öffentliche Auslegung sowie Anhörung, anschließend Auswertung und Erörterungstermin. Die große Unbekannte: Wird es weiteren Rechtsstreit geben, weil für die Ostumfahrung zusätzliche fünf Hektar Wald fallen müssten? Wegen der Schonzeit wäre das frühestens ab Oktober möglich.

Dass die Grasseler Straße – eine Landesstraße – gesperrt wird, bevor eine Alternative verfügbar ist, sei für die Wolfenbütteler Behörde unproblematisch. Schulze: "Das ist hinzunehmen wie eine ganz normale vorübergehende Baumaßnahme. Da gibt es auch immer Umleitungen."

Montag, 01.03.2010
Quelle: http://www.newsclick.de/index.jsp/artid/11843338/menuid/2048
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