"Vater" des Forschungsflughafens
Prof. Dr.-Ing. Gunther Schänzer mit Festakt in den Ruhestand verabschiedet
In der Versuchshalle des Zentrums für Luft- und Raumfahrt der Technischen Universität (TU) ist dessen Leiter Prof. Dr.-Ing. Gunther Schänzer gestern in den Ruhestand verabschiedet worden. Zur Emeritierungs-Feier waren viele Weggefährten sowie Gäste aus Wirtschaft und Politik gekommen. Unter ihnen Niedersachsens Wirtschaftsminister Walter Hirche. Er sagte: "Schänzer hat sowohl in der Forschung als auch in der Wirtschaft Spuren hinterlassen." Er sei ein Vorbild, da er sich nicht nur auf die Forschung beschränkt habe, sondern sich mit dem Unternehmen Aerodata dem internationalen Wettbewerb gestellt habe. Aerodata und später das Avionik-Zentrum seien die Keimzellen für den Forschungsflughafen gewesen. Hirche: "Damit ist es Schänzer gelungen, die Marke Forschungsflughafen zu schaffen. Wenn in Deutschland jemand von Forschungsflughafen spricht, ist klar, welcher gemeint ist." Hirche erinnerte an die Hartnäckigkeit Schänzers, als er beispielsweise die Entwicklung von automatischen Landesystemen mit Hilfe von Satellitensystemen angegangen sei: "Damals haben alle Kollegen gesagt, das gehe nicht." Schänzer habe bewiesen dass das System funktioniere.
Hirches Ball in Bezug auf die Marke Forschungsflughafen nahm Oberbürgermeister Dr. Gert Hoffmann nur zu gerne auf. An den Wirtschaftsminister gerichtet sagte er: "Wir haben vorgeschlagen, ihn Forschungsflughafen Braunschweig/Wolfsburg zu nennen. Wir würden ihn sogar Forschungsflughafen Niedersachsen nennen, wenn sich das Land seinen finanziellen Pflichten stellen würden." Das gelte ebenso für die anderen Kommunen und Gebietskörperschaften in der Region, die vom Wirtschafts- und Forschungsschwerpunkt profitierten, sich aber nicht beteiligten. Schänzer dankte der OB und sagte: "Sie haben sich um Braunschweig verdient gemacht."
Die Arbeit Schänzers würdigten auch TU-Präsident Prof. Dr. Jochen Litterst, Ministerialrat Eike Werner, sowie seine Weggefährten Peter Reerink aus Überlingen, Prof. Dr.-Ing. Peter Hamel sowie sein früherer Doktorand und heutiger Nachfolger Prof. Dr. Ing. Peter Vörsmann.













