KOMMENTAR: Angst macht krank
Es gibt ein Wort, mit dem man alles in Zweifel ziehen kann. Es heißt: Restrisiko. Das besteht praktisch immer. Es ist die kleinste anzunehmende Wahrscheinlichkeit, dass doch noch etwas passieren kann. Würde das Restrisiko zur entscheidenden Kategorie, dann sähe unser Leben ganz anders aus:
In ein Auto oder Flugzeug könnte man nicht mehr steigen. Verkehrstote und Flugzeugabstürze füllen die Schlagzeilen.
Kinder müssten Fahrräder meiden. Mit ihnen geschehen die häufigsten Unfälle.
Rauchen und Passivrauchen müssten verboten werden. Tabakrauch macht krank, enthält 100 krebserregende Stoffe.
Verglichen mit solchen Gefahren, die wir täglich akzeptieren, nimmt sich die Bedrohung durch Mobilfunk verschwindend gering aus. Sie ist nach Ansicht der meisten Experten nicht größer als durch Radio oder Fernsehen. Paradoxerweise ängstigt sich jedoch mancher mehr vor Mobilfunk als vor realer Gefahr. Das ist mittlerweile ein eigenes Forschungsfeld: Auch die Angst vor möglichen Gefahren kann krank machen.
Immer mehr Fachleute appellieren deshalb: Auch das Pochen auf ein noch so geringes Restrisiko kann zum Gesundheitsrisiko werden. Wer sich permanent ängstigt, wird krank.
Auswirkungen von Handys und Mobilfunk werden weltweit mit extrem hohem Aufwand untersucht. Trotz dieser Intensität gibt es bislang keine Hinweise auf ihre Schädlichkeit. Es geht nicht um Verharmlosung. Es ist harmlos.













