NBV-Team legt den Grundstein
2. Badminton-Bundesliga: Gifhorner sind nach Siegen über Wittorf und Berlin kaum noch einzuholen
GIFHORN. Die Vorentscheidung ist gefallen: Dank des 7:1 über den BW Wittorf und des 5:3 gegen SG EBT Berlin II führt das NBV-Team Gifhorn die Tabelle der 2. Badminton-Bundesliga auch zwei Spieltage vor Saisonende weiterhin mit drei Punkten an.
So sah es auch Gifhorns Trainer Hans Werner Niesner direkt nach der Partie, als er den Zuschauern per Mikrofon verkündete: "Ich denke, Ostern ist für uns gestrichen", in Anspielung darauf, dass die beiden Relegationsspiele zur 1. Bundesliga am Osterwochenende stattfinden. "Zwei Spieltage vor Ende der Runde sollten drei Punkte reichen. Die Meisterschaft ist zwar noch nicht perfekt, aber zum Greifen nahe", freute sich Niesner. Dabei erlebte Gifhorns Coach ein Wochenende, das an Spannung und Dramatik eigentlich kaum zu überbieten war. Schon in den ersten beiden Spielen am Samstag gegen Wittorf, das 1. Herren- und Damendoppel, entwickelte sich eine Dramatik, die den Trainer gehörig ins Schwitzen brachte.
Nachdem Astrid Hoffmann/Sandra Marinello den ersten Satz klar mit 21:15 gewonnen hatten, verloren sie den zweiten knapp mit 19:21 der Startschuss zum Krimi in Satz 3, den die Gifhornerinnen knapp mit 21:19 für sich entscheiden konnten. Noch enger war es im besagten 1. Herrendoppel, in dem Leif-Olav Zöllner und Henning Zanssen bereits auf der Verliererstraße waren. Nach dem 19:21 in Satz 1 drehten sie den zweiten Spielabschnitt im längsten Satz des Wochenendes mit 30:29! "Dass sie das noch umgerissen haben und wir 2:0 in Führung lagen, hat uns extrem geholfen", freute sich Niesner.
Und es sollte spannend bleiben: Einzig Olga Konon war es, die ihre Einzel-Kontrahentin Neele Voigt klar besiegen konnte. "Dass wir fast alle knappen Duelle gewannen, lag an unserer Tagesform, den eisernen Nerven und dem Publikum. Da hat an beiden Tagen alles gepasst", freute sich der Coach.
Ebenso spannend war es am Tag danach, als Kellerkind EBT Berlin II mit zusätzlicher Verstärkung aus der ersten Mannschaft, dem Tabellenführer der 1. Bundesliga, auflief. Diese waren keine Geringeren als die deutschen Nationalspieler Tim Dettmann und Janet Köhler. Und der Schachzug der Berliner ging auf, sollte man nach den ersten drei Duellen gedacht haben.
Denn: Mit Zanssen/Zöllner und Roffmann/Helmchen verloren mit den beiden Herrendoppeln zwei sonst sichere Bänke, sogar das fast unantastbare Damendoppel geriet im Drei-Satz-Match ins Wanken. Als Maurice Niesner und Konon ihre Einzel jedoch gegen die beiden Nationalspieler gewannen und auch der im Doppel noch blasse Jan-Patrick Helmchen im 2. Einzel so richtig aufdrehte, war der Weg zur Vorentscheidung geebnet. Niesner: "Es ist fast schon abenteuerlich, wie gut das für uns lief."













