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04. Februar 2012
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"Altes bewahren und nahe bringen"

Internationaler Museumstag im Schlosshof eröffnet – Tausende Gäste in den Museen des Landkreises

Von Dieter Prüschenk

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GIFHORN. Der Internationale Museumstag für Bremen und Niedersachsen wurde gestern im Gifhorner Schlosshof eröffnet. Neben "Allerlay Speyß vonn Spiess" rund ums Schloss boten die Museen im Landkreis weitere ideenreiche Programme an.

"Die Museen sind nicht mehr die verstaubten Institutionen, für die sie einmal gehalten wurden", stellte der Vorsitzende des Museumsverbandes für Bremen und Niedersachsen, Ewald Gäßler, vor rund 500 Zuhörern im Schlosshof fest. "Stattdessen wird ideenreich und pfiffig organisiert und präsentiert."

Der Staatssekretär des niedersächsischen Ministeriums für Wissenschaft und Kultur, Josef Lange, hob hervor: "Museen zeigen, dass sie das Alte bewahren, um es uns heute nahe zu bringen."

Mit Erster Kreisrätin Ingrid Alsleben war sich Sparkassenchef Gerhard Döpkens einig über die hervorgehobene Bedeutung der Museumsarbeit im Landkreis. Einen Eindruck darüber vermittelte das 10. kulturhistorische Fest "Allerlay Speyß vonn Spiess" rund ums Schloss.

Klein, aber fein setzte sich das "Museum für bürgerliche Wohnkultur im Kavalierhaus" mit dem Motto des Museumstages auseinander. "Sprich mit mir" forderte Museumspädagogin Annete Thiele ihre kleinen Gäste auf. "Wir wollen ausprobieren, wie Verständigung in der Gesellschaft möglich ist." So prüften Anna (9) und ihr Bruder Olaf (7) aus Gamsen sowie der achtjährige Matthias aus Helmstedt, wie mittels Türklopfer eine Verständigung über die Öffnung der Haustür erreicht werden kann.

Das Heimatmuseum in Müden überraschte die rund 1000 Besucher mit einer originellen Kaffeeverkostung. Kaffee-Expertin Monika Daniel brühte sieben Sorten aus der Kaffeerösterei Burg aus Hamburg auf. "Das isser, den musst du probieren", so die Aufforderung an die Nachbarin. "Ja, ja, ich weiß, der kam bei der Katze hinten raus."

In der Tat: "Beim indonesischen Kaffee Kopi Luwak’ fressen Katzen die Kaffeekirschen", wusste die Expertin, "die Kerne werden nicht verdaut und ausgeschieden." Aus den Bohnen werde dann ein fantastischer Kaffee geröstet. "Eine Rarität: Das Kilo kostet etwa 180 Euro."

Montag, 19.05.2008
Quelle: http://www.newsclick.de/index.jsp/artid/8472496/menuid/2160
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