Flughafen bekommt Preis für seine Ideen
Initiative von Bundesregierung und Wirtschaft wählte Braunschweig zum Ort des Tages
Eine große Ehre für den Braunschweiger Forschungsflughafen: Er war gestern "Ort des Tages" im "Land der Ideen". Die gleichnamige Initiative zeichnete den Forschungsflughafen dafür aus, dass er sich bereits weltweit als innovativer Technologiestandort habe etablieren können. Ganz speziell im Fokus der Jury: die Erforschung künftiger Navigationssysteme.
Die Initiative "Deutschland Land der Ideen" will die Stärken des Standorts Deutschland betonen und wesentliche Eigenschaften der Deutschen widerspiegeln: Einfallsreichtum, schöpferische Leidenschaft und visionäres Denken. Die Initiative wird getragen von der Bundesregierung und der Wirtschaft; exklusiver Sponsor ist die Deutsche Bank.
Der "Ort des Tages" wird von der Initiative seit drei Jahren gesucht. Um die Vielfalt der Ideen zu zeigen, werden für jeden Tag des Jahres 366 gar im Schaltjahr 2008 "Orte des Tages" erkoren.
Das Augenmerk der Jury ist breit gefächert: Andenken-Pokale gab es bereits für Innovationen in Kultur, Wirtschaft, Wissenschaft und bei sozialem Engagement. Nachdem gestern der Forschungsflughafen "Ort des Tages" war, ist etwa heute "Tag der Hängematte" bei der Caritas in Dreilützow (Mecklenburg-Vorpommern).
Der Braunschweiger Forschungsflughafen hat sich mit seiner Bewerbung selbst ins Gespräch gebracht. "Sie können stolz sein: Sie wurden unter 1500 Bewerbern ausgesucht", betonte gestern bei einem Empfang im Flughafen Uljana Havemann, Mitarbeiterin der "Land der Ideen"-Initiative. Josef Thomas, Geschäftsführer der Forschungsflughafen Braunschweig GmbH, untermauerte die Wahl der Jury mit einem Kurzreferat. Unter anderem verwies er darauf, dass 1989 in Braunschweig die erste vollautomatische GPS-Landung gelungen sei. Braunschweig sei inzwischen die Basis der stärksten Forschungsflugzeug-Flotte in Europa.
Reinhard Manlik, Aufsichtsratsvorsitzender des Flughafens, betonte einmal mehr, wie wichtig der Forschungsflughafen für Braunschweig sei. "Wir hoffen, dass uns das Oberverwaltungsgericht Lüneburg noch in diesem Jahr grünes Licht für die Erweiterung der Startbahn auf 2300 Meter geben wird." Dies sei unerlässlich, um den Standort zu sichern und langfristig weitere Arbeitsplätze zu schaffen.
Gegen den Planfeststellungsbeschluss zum Ausbau hatten Flughafengegner im Januar 2007 Klage in Lüneburg eingereicht.













