Magdeburg: Atomkraftgegner protestieren
Mehrere Atomkraftgegner haben am Donnerstag am Umweltministerium in Magdeburg gegen das geplante Einbetonieren von Atommüll in Morsleben protestiert. Auf mehreren Transparenten, die sie auf dem Vordach und an einem Fahnenmast anbrachten, forderten sie die Menschen auf, im laufenden Planfeststellungsverfahren ihre Einwendungen gegen die Schließungspläne zu erheben, wie die Aktionsgemeinschaft Robin Wood mitteilte. Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) als Betreiber der Anlage wisse um mangende Standsicherheit und die fehlenden geologischen Voraussetzungen für eine dauerhafte Atommülllagerung in dem Salzstock.
Wegen des hohen Gefahrenpotenzials sei es wichtig, dass viele Einwendungen
vorgebracht würden, teilte Robin Wood weiter mit. Die BfS betreibt die Anlage an
der Landesgrenze zwischen Sachsen- Anhalt und Niedersachsen. Dort lagern in
einem früheren Salzbergwerk 37 000 Kubikmeter schwach- und mittelradioaktiver
Müll. Innerhalb von etwa 20 Jahren soll das Lager Morsleben, in das seit 1998
kein Müll mehr kommt, stillgelegt werden. Im August wurde bekannt, dass es in
dem Salzstock erneut Probleme mit der Stabilität gibt.
Die Bevölkerung hat bis zum 21. Dezember die Möglichkeit, sich die Planungsunterlagen zur Schließung vor Morsleben anzuschauen und Einwände geltend zu machen. Die Papiere sind im Umweltministerium in Magdeburg, in der Außenstelle der Verwaltungsgemeinschaft Flechtingen in Erxleben (Bördekreis) sowie im Rathaus von Helmstedt ausgelegt. dpa













