Harzer gesteht Betrug mit Flirt-SMS
BRAUNSCHWEIG. Massenhaft verschickten sie E-Mails, boten Bekanntschaften und Treffen an. In Wirklichkeit waren die angeblichen Traumpartner angestellte Animateure mit gefälschten Profilen.
Seit gestern muss sich der Drahtzieher der Betrügereien, ein 30-Jähriger aus Seesen im Kreis Goslar, vor dem Landgericht Braunschweig verantworten. Zum Prozessauftakt zeigte sich der Angeklagte reumütig. "Er ist geständig", sagt Michael Kalde, Sprecher des Landgerichts.
Wer sich auf den Kontaktservice des Seeseners und der weiteren elf Beschuldigten einließ, zahlte 1,99 Euro je SMS. Der Gesamtschaden soll laut Anklageschrift rund vier Millionen Euro betragen, mehr als 190 000 Kunden habe er über die Premium-Kurzwahlnummern geprellt. Im Verfahren sind lediglich 217 Kunden ermittelt worden.
Etwa 400 000 Euro hat die Staatsanwaltschaft laut Kalde größtenteils auf Konten des 30-Jährigen sichergestellt. Der Angeklagte muss mit einer mehrjährigen Haftstrafe rechnen.











