BZV
newsclick
Suchen
14. Februar 2012
2-Tage-Vorschau

8300 Meter Stromkabel werden unterirdisch verlegt

Teilstück bei Ganderkesee ist Pilotprojekt – Weitere Trasse in Peine und Salzgitter

Von Peter Mlodoch

zoom
Großansicht Großansicht

Die erste Erdkabel-Trasse in Niedersachsen nimmt Gestalt an. Zwischen Ganderkesee und Klein Henstedt sollen auf 8,3 Kilometern Höchstspannungs-Stromleitungen unterirdisch verlegt werden.

Netzbetreiber Transpower will binnen dreier Wochen das Planfeststellungsverfahren in die Wege leiten. Das kündigte Geschäftsführer Martin Fuchs gestern in Hannover an.

Das Pilotprojekt ist Teil der 65 Kilometer langen Stromleitung nach St. Hülfe bei Diepholz. Der Rest besteht aus einer herkömmlichen, bei betroffenen Bürgern aber sehr umstrittenen Freileitung.

Eine weitere neue Trasse ist, wie berichtet, von Wahle im Kreis Peine über Salzgitter ins hessische Mecklar bei Bad Homburg geplant. Dort soll im Sommer das Raumordnungsverfahren starten. Die Luftlinie beträgt rund 200 Kilometer, man prüfe aber mehrere Korridore mit 650 Kilometern Länge.

"Wir werden auch öfter mal einen Haken schlagen", meinte Fuchs mit Blick auf Siedlungsgebiete. Wie viele Abschnitte später unterirdisch verliefen, könne man noch nicht sagen.

Die neuen Leitungen sollen den Strom, vor allem aus den Wind-Energieanlagen an der Küste und in der Nordsee, in den Süden transportieren. "Das Ausbau der Windenergie erfordert eine Anpassung der Netze", betonte Fuchs. Der Bedarf liegt nach seinen Angaben insgesamt bei rund 430 Kilometern allein in Niedersachsen. Für vier Pilotprojekte mit Erdtrassen hat der Gesetzgeber im vergangenen Jahr die Grundlage geschaffen. Die Mehrkosten können danach auf die Endverbraucher umgelegt werden.

380 000 Volt Spannung sollen den Strom durch die Kabel fließen lassen. Bei Ganderkesee werden zwölf Stränge mit einem Durchmesser von rund 14,5 Zentimetern inklusive Isolierung in 1,7 Metern Tiefe auf Sand gebettet und mit Magerbeton abgedeckt. Eine Bepflanzung mit tiefen Wurzeln ist danach nicht mehr möglich. Die einzelnen Stränge sind ungefähr 900 Meter lang, müssen jeweils mit Muffen verbunden werden.

Für die Strecke Ganderkesee– St. Hülfe plant die Gesellschaft mit Investitionen von 160 Millionen Euro, davon allein 100 Millionen für die Erdverlegung. Unterirdische Kabel seien um das Sechsfache teurer als Freileitungen, sagte Fuchs. Die Pilotprojekte dienten der Erforschung der neuen Technik.

Mittwoch, 10.03.2010
Quelle: http://www.newsclick.de/index.jsp/artid/11891723/menuid/10200370
epaper

Die elektronische Ausgabe Ihrer Zeitung - Jetzt abonnieren!

[ zum e-paper ]

Videos der Region

Städte suchen Wege aus Schuldenfalle

zum Artikel ]

VfL-Spielerin startet beim "Nacktrodeln"

zum Artikel ]

Stadt warnt: Eis auf dem Südsee trägt nicht mehr 

zum Artikel ]

Politik fordert Entschärfung von Ampelkreuzung

zum Artikel ]

Schwelender Streit ums Biogas

zum Artikel ]

Vom Rittergut sollen nur zwei Gebäude übrigbleiben

zum Artikel ]

So macht Chemie-Unterricht Spaß

zum Artikel ]

Werner Köhler prägte 43 Jahre die Orgelmusik in Esbeck

zum Artikel ]

Romec Manns verzichtet – Vechelder SPD votiert für Bachmann

zum Artikel ]

"Sie sind Vorbild in Sachen Menschlichkeit und Miteinander"

zum Artikel ]

Rat wird dem Mobilitätsmuseum zustimmen

zum Artikel ]

Nabu warnt: Leguane sind keine Haustiere

zum Artikel ]

Jugendkunst von Mauern und einem Bauwagen

zum Artikel ]

Schüler der Clemens-Grundschule lernen Erste Hilfe

zum Artikel ]

Global Inn setzt aufs Internetgeschäft

zum Artikel ]

10000. Besucherin hält sich mit Gerätetraining fit

zum Artikel ]