Mehr Pflegegeld – Höhere Abgaben
Zahlreiche Gesetze und Verordnungen ändern sich zum Jahreswechsel. Von 2011 auf 2012 ist das nicht anders – diesmal mit einer kaum zu überblickenden Fülle. Und viele Neuregelungen bringen den Bürgern Verbesserungen. Heute lesen Sie Teil 2.
Pensionen werden stärker besteuert Pensionen, die im Jahr 2012 beginnen, werden stärker besteuert als bereits laufende Pensionen: Der für sie geltende Versorgungsfreibetrag, also der steuerwirksame Abzug von der jährlichen Pension zur Ermittlung des steuerpflichtigen Anteils, sinkt von 2280 Euro bei Pensionsbeginn in 2011 auf 2160 Euro. Der gesetzlich vorgesehene Zuschlag zum Versorgungsfreibetrag sinkt von 684 Euro auf 648 Euro. Pfändungsschutz nur noch auf „P-Konten“ Einen Schutz vor Pfändungen gibt es nur noch für Kontoguthaben auf einem „P-Konto“ bei ... [ zum Artikel ]
Selten stand so viel Neues an
Ob Hartz IV, Kindergeld, Kinderbetreuung oder Rente – Für viele Bürger ändert sich zum Jahreswechsel einiges. Zahlreiche Gesetze und Verordnungen ändern sich zum Jahreswechsel. Von 2011 auf 2012 ist das nicht anders – diesmal mit einer kaum zu überblickenden Fülle. Und viele Neuregelungen bringen den Bürgern Verbesserungen.
Arbeitnehmer-Pauschbetrag erhöht Offiziell wurde es bereits im Jahr 2011 Gesetz – und doch wirkt sich die Erhöhung des Arbeitnehmer-Pauschbetrages von 920 Euro auf 1000 Euro jährlich erst in 2012 Monat für Monat aus. 2011 wurde der gesamte Erhöhungsbetrag erst im Dezember vom Arbeitgeber berücksichtigt. Die Steuerersparnis bleibt überschaubar: Sie beträgt zwischen einem und drei Euro pro Monat. Und: Die Anhebung der steuerlich pauschal zu berücksichtigenden Werbungskosten nutzt nur denjenigen, die nicht ohnehin durch Belegnachweis entsprechend hohe Aufwendungen nachweisen ... [ zum Artikel ]
Kranker Arbeitnehmer darf sechs Wochen im Jahr fehlen
Arbeitnehmer können im Krankheitsfall bis zu sechs Wochen pro Jahr fehlen, ohne deswegen eine Kündigung fürchten zu müssen. Das geht aus einem jetzt bekanntgewordenen Urteil des Landesarbeitsgerichts (LAG) Rheinland-Pfalz in Mainz hervor. Denn nach Auffassung des Gerichts sind Fehlzeiten, die eine Dauer von sechs Wochen pro Kalenderjahr nicht übersteigen, "noch nicht kündigungsrelevant" (Az.: 5 Sa 152/11). Das Gericht gab mit seinem Urteil einer Arbeitnehmerin recht. Die Klägerin hatte zwischen 2001 und 2009 an insgesamt 358 Arbeitstagen gefehlt. Im Jahr 2010 entschloss sich der Arbeitgeber ... [ zum Artikel ]
Finanzgericht Münster entlastet Zeitarbeiter von Fahrtkosten
Zeitarbeiter können die vollen Fahrtkosten zur Arbeit steuerlich absetzen, nicht nur 30 Cent pro Kilometer für die einfache Strecke. Das gelte auch bei einem monatelangen Aufenthalt an einem einzigen Arbeitsplatz, befand das Finanzgericht Münster in einer jetzt veröffentlichten Entscheidung (Az.: 13 K 456/10). Das Finanzamt hatte sich in dem Fall gesperrt, weil der Kläger mehr als ein Jahr lang bei demselben Kunden der Leiharbeitsfirma tätig war. Das Gericht ließ eine Revision zu, damit die Frage erstmals höchstrichterlich geklärt werden kann. Bei einer "regelmäßigen Arbeitsstätte" gilt ... [ zum Artikel ]
Dachlawine Nicht alles Gute kommt von oben
"Alles Gute kommt von oben", sagt der Volksmund. Doch wer schon mal von einer Dachlawine getroffen worden ist, wird diesen Satz nicht unterschreiben. Wer haftet, wenn ein Passant oder ein parkendes Auto verletzt beziehungsweise beschädigt werden? Zwei Urteile zum Thema: Auto im Vorbeifahren erfasst Zur Frage, wer haften muss, wenn sich eine Schneelawine von einem Dach löst und ein anderer geschädigt wird, haben sich aktuell zwei Gerichte Gedanken machen müssen. So urteilte das Landgericht Bielefeld, Hauseigentümer müssten dann dafür sorgen, dass Passanten nicht von von ihrem Gebäude ... [ zum Artikel ]



