Gewerkschafter unterstützen bei der Wahl die Linke
SALZGITTER. Das ist eine Ohrfeige für die SPD. Die gesamte Spitze der Industriegewerkschaft (IG) Metall, die Betriebsratsvorsitzenden von drei der fünf Großunternehmen und viele andere Gewerkschafter haben in einer Anzeigenkampagne dazu aufgerufen, bei der Bundestagswahl am Sonntag die Linke zu wählen. Es ist nach der Landtagswahl 2008 der zweite Aufruf der Gewerkschaftslinken in der Region.
Wolfgang Räschke, Erster Bevollmächtigter der IG Metall, sagt auf SZ-Anfrage, warum er den Aufruf unterschrieben hat: "Ich war fast 30 Jahre SPD-Mitglied. Aber die SPD hat sich mit Hartz IV, der Agenda 2010 und der Rente mit 67 von den Arbeitnehmerinteressen entfernt."
So sieht es auch Jürgen Wipprich, Vorsitzender des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB): "Die Linke steht mit ihren Positionen den Gewerkschaften am nächsten." Er und die Vorsitzende des Bosch-Betriebsrates, Brigitte Runge, sagen, die Rente mit 67 bringe junge Menschen nicht in Arbeit und Ältere um einen sicheren Ruhestand.
Andreas Blechner, Chef des VW-Betriebsrates, sagt, er habe in früheren Jahren mal die SPD, mal die Grünen unterstützt: "Wir wollen der SPD deutlich sagen, dass sie zu weit nach rechts gegangen ist."













