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13. Februar 2012
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Porsche bricht der Absatz weg


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Der Absatz bei Porsche bricht um ein Viertel ein, der Machtkampf mit Volkswagen geht weiter: Porsche-Chef Wendelin Wiedeking droht Ferdinand Piëch mit Schadensersatzforderungen. Außerdem bedrohen befürchtete Turbulenzen der VW-Aktie am heutigen Börsen-Hexensabbat möglicherweise den VW-Großaktionär Porsche.

Nicht nur beim Absatz, auch beim Umsatz und beim operativen Betriebsergebnis musste Porsche Rückgänge verkraften. Der Umsatz von Porsche sank im Vergleich zur Vorjahresperiode von August bis April um 15 Prozent auf 4,6 Milliarden Euro, teilte das Unternehmen am Freitag in Stuttgart mit. Auch das operative Ergebnis lag unter dem Vorjahr, wurde aber nicht beziffert.

Beim operativen Ergebnis wirkten sich Aufwendungen für die im September startende vierte Baureihe des Panamera und den Hybridantrieb für den Cayenne aus, der in der zweiten Hälfte 2010 kommt. Hinzu kommen Refinanzierungskosten für die milliardenschweren Kredite, die Porsche nach der Aufstockung seiner VW-Beteiligung auf knapp 51 Prozent aufnehmen musste. Mittlerweile hat sich das hoch verschuldete Unternehmen Kredite in Höhe von 10,75 Milliarden Euro gesichert. Zudem führt es derzeit Gespräche über den Einstieg des finanzstarken Emirats Katar.

Ein Kurseinbruch der VW-Aktie am heutigen Hexensabbat könnte zusätzliche Milliarden-Verluste für die Stuttgarter Sportwagenschmiede bedeuten. Am Hexensabbat, einem festgelegten Termin, der in jedem Quartal einmal stattfindet, verfallen Terminkontrakte auf Aktien. Börsenexperten schlossen im Vorfeld nicht aus, dass die VW-Kurse tief fallen, wenn heute massenhaft Verkaufsoptionen fällig werden. Über Kaufpreise und Termine der VW-Optionen bei Porsche ist allerdings nichts bekannt. Der Kurs der VW-Aktie lag gegen Mittag mit 3 Prozent im Minus. 

Der Machtkampf zwischen VW und Porsche geht unterdessen in eine weitere Runde. Vor der Präsentation der neuen Geschäftszahlen sorgten neue Details für Aufregung. Medienberichten zufolge wirft Konzernchef Wendelin Wiedeking dem Miteigentümer Ferdinand Piëch vor, Porsche mit öffentlichen Attacken schwer geschadet zu haben. Dafür müsse Piëch notfalls "persönlich haften", warnte Wiedeking in einem Brief. Er drohte Piech sogar mit Schadensersatzforderungen. dpa

Freitag, 19.06.2009
Quelle: http://www.newsclick.de/index.jsp/artid/10511510/menuid/2044

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