"Das roch nach Großer Koalition"
In Berlin gab’s scharfe Kritik am TV-Duell zwischen Angela Merkel und Frank-Walter Steinmeier. Prominente in unserer Region zollen den beiden aber auch Lob für ihren fairen Umgang miteinander.
„Das war ein Abend, der nach Großer Koalition roch aus allen Poren“, kritisierte Guido Westerwelle. Der FDP-Chef diskutierte in einem Duell der kleinen Bundestagsparteien mit Jürgen Trittin von den Grünen und Oskar Lafontaine von den Linken. Das „Selbstgespräch“ der CDU-Kanzlerin und des SPD-Kandidaten habe Zukunftsfragen wie Familie und Bildung ausgeblendet, sagte Westerwelle: „Das war ein Beitrag zur Senkung der Wahlbeteiligung.“
Auch der Wolfenbütteler Landtagsabgeordnete Victor Perli von den Linken
hofft: „Das Duell war Werbung für die kleineren Parteien.“
Nicht alle teilen
die Kritik: „Ich finde es schade, dass das Duell als blass bewertet wird. Für
mich ist die Bewertung, die Frauen vornehmen, anders als die der Männer“, sagt
etwa die Gifhornerin Brigitte Hagenström: „Uns beeindruckt es, wenn ohne
Imponiergehabe diskutiert wird.“
Jürgen Marbach, Geschäftsführer beim VfL Wolfsburg, sieht das ähnlich: „Ich brauche keinen Klamauk, sondern ergebnisorientierte Politik.“
Weitere Meinungen, das Ergebnis der Leser-Umfrage, einen Bericht über die TV-Runde der Oppositionsparteien, einen Leitartikel, einen Kommentar und europäische Pressestimmen lesen Sie in den Dienstagsausgaben unserer Zeitung am 15. September 2009.













