Asse-Diskussion geht in die heiße Phase
Sollen die rund 126.000 Fässer mit Atommüll in der Asse bleiben, dort umgelagert oder aber herausholt werden? Die Diskussion über den besten Weg zum Schließen des Bergwerks geht in die heiße Phase.
„Es ist erstaunlich, dass wichtige Gutachten dazu erst kurz nach der Wahl vorliegen“, sagte Niedersachsens Umweltminister Hans-Heinrich Sander (FDP) unserer Zeitung.
Das Misstrauen von Bürgerinitiativen sei berechtigt, zumal bislang noch nicht
einmal Teilergebnisse bekannt würden, meinte Sander. Initiativen argwöhnen, dass
das Verfüllen der Asse mit Beton bereits feststeht.
„Der Vorwurf, wir würden
die Entscheidung über die Optionen hinauszögern, ist eine Frechheit. Seit dem 1.
Januar holt das Bundesamt für Strahlenschutz all das nach, was der alte
Betreiber versäumt hat“, ließ Bundesumweltminister Sigmar Gabriel
(SPD) am Dienstag mitteilen.
Studien zu den drei Varianten sollen am 2. Oktober öffentlich vorgestellt werden. Diese Gutachten werden laut Bundesamt keine Lösung grundsätzlich ausschließen. „Wir müssen jetzt alle Probleme gleichzeitig lösen, weil jahrzehntelang die Augen davor verschlossen wurden“, sagte Wolfram König, Präsident des Bundesamtes. Bundesumweltminister Gabriel versicherte am Dienstag, dass ihm das Rückholen des Mülls immer mehr als beste Lösung erscheine. Das Bundesamt ist dem Bundesumweltministerium unterstellt.
„Die Erhöhung des Laugenzutritts in der Asse hat gezeigt, dass wir keine Zeit mehr zu verlieren haben“, sagte Minister Sander. Gabriels Wahlkreis-Gegenkandidat Jochen-Konrad Fromme (CDU ) sagte: „Wir sind keinen Schritt weitergekommen, es darf keine weitere Verzögerung mehr geben.“
Was soll mit dem maroden Atommüll-Lager Asse passieren? In den Ausgaben unserer Zeitung am Mittwoch, 23. September 2009, lesen Sie die Vor- und Nachteile der drei Schließungsvarianten.













