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19. März 2010
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Studenten-Marsch durch Braunschweig

Von Marc Rotermund, Braunschweiger Zeitung, Yvonne Buchwald und unseren Agenturen

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Etwa 700 Studenten von der Technischen Universität (TU) und der Hochschule für Bildende Künste (HBK) haben Mittwochabend auf dem Braunschweiger Schlossplatz friedlich für bessere Bildung protestiert.

Nach einem Marsch durch die Stadt trafen sich die Studenten beider Braunschweiger Hochschulen vor der Bibliothek am Schloss und trugen etwa eine Dreiviertelstunde ihre Forderungen vor. Lautstark skandierten sie etwa: „Bildung für alle – und zwar umsonst!“ Das Audimax in der TU halten die Studenten nach wie vor besetzt.

An zahlreichen deutschen Hochschulen hatten Studierende in der Nacht zum Mittwoch ihre Proteste fortgesetzt. Sie blockierten unter anderem Hörsäle in Köln, Erfurt und Braunschweig. Erste Wirkungen: Niedersachsens Wissenschaftsminister Lutz Stratmann (CDU) kündigte Reformen bei Bachelor-Studiengängen an. Doch die Protestwelle geht weiter.

Kompetenzvermittlung sei wichtiger als zu früh vermitteltes Spezialwissen. Zudem müsse der Uni-Wechsel erleichtert werden. „Wir brauchen wieder mehr Mobilität“, sagte Stratmann. „Und wir müssen die Prüfungsdichte verringern. Auch das beklagen die Studierenden zurecht.“ Künftig sollten mehr achtsemestrige Bachelor- Studiengänge angeboten werden.

Mehrere zehntausend Studenten und Schüler hatten am Dienstag in über 50 Hochschulstädten für bessere Lernbedingungen in Schulen und Universitäten demonstriert. Mit ihren Aktionen wollen die Studierenden auf überfüllte Studiengänge, Geldmangel bei den Hochschulen und Probleme bei Bachelor- und Masterstudiengängen aufmerksam machen.

Bundesbildungsministerin Annette Schavan (CDU) betonte, dass Bildung auf der Agenda der neuen Bundesregierung Priorität hat. Überraschend lenkte Schavan bei der Ausbildungsförderung ein und sprach sich für eine Erhöhung aus. „Ich halte eine BAföG-Erhöhung für richtig und werde sie den Ländern und dem Bundeskabinett vorschlagen“, sagte sie der „Berliner Zeitung". Vor zwei Wochen erst hatte Schavan eine BAföG-Erhöhung für die nächste Zeit ausgeschlossen.

"Wir haben die Ausage von Frau Schavan positiv aufgenommen - doch mit einer Bafög-Erhöhung ändert sich nichts an der Unterfinanzierung der Hochschulen", erklärt Dominik Bennett vom Asta-Vorstand der TU. Die von Stratmann vorgeschlagenen achtsemestrigen Bachelor-Studiengänge hält er für sinnvoll, jedoch nur, wenn im Umkehrschluss der Masterstudiengang nicht von vier auf zwei Semester verkürzt wird. "Wir werden uns weiter für unsere Ziele und Hauptforderungen einsetzen", sagt er.

Mittwoch, 18.11.2009
Quelle: http://www.newsclick.de/index.jsp/artid/11286220/menuid/2044

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