Anklage gegen Eintracht-Stürmer
Fußball-Profi Dominick Kumbela droht das Gefängnis. Die Staatsanwaltschaft Paderborn hat den Stürmer von Drittligist Eintracht Braunschweig wegen vorsätzlicher Körperverletzung angeklagt.
Kumbela stand zum Zeitpunkt der Tat noch unter Bewährung, deshalb könnte es sogar zu einer Haftstrafe kommen. Der Fußballer war erst Anfang 2009 wegen schwerer Körperverletzung zu einer Freiheitsstrafe von 14 Monaten verurteilt worden. Diese wurde allerdings vom Amtsgericht Erfurt für drei Jahre zur Bewährung ausgesetzt.
Der neue Fall: Der 25 Jahre alte Deutsch-Kongolese, der in der Winterpause zur Eintracht wechselte, soll im vergangenen November bei einer Party in Paderborn einem Gast mit der Faust ins Gesicht geschlagen haben. Das bestätigte Oberstaatsanwalt Horst Rürup gestern unserer Zeitung. Kumbela, der damals noch beim Zweitligisten Rot-Weiß Ahlen unter Vertrag stand, soll sich von einem 26-Jährigen provoziert gefühlt haben.
„Mein Mandant wird sich dem Verfahren stellen“, sagte Kumbelas Anwalt Horst Kletke unserer Zeitung und kündigte an, dass er einen Entlastungszeugen präsentieren werde. „Wenn es zutrifft, was der Zeuge sagt, dann relativiert sich die ganze Sache.“
Bei Eintracht zeigte man sich gestern überrascht von der Entwicklung. Man sehe aber keinen Grund, den Spieler zu suspendieren, sagte der sportliche Leiter Marc Arnold. „Die Vorfälle ereigneten sich, bevor er zu uns kam.“ Seit Kumbela in Braunschweig sei, habe er sich absolut professionell verhalten.













