Saatkrähen sorgen für Ärger
Eine große Saatkrähen-Kolonie macht Wolfenbüttel zu schaffen. Anwohner fühlen sich durch Lärm und Kot der Vögel gestört. Doch bisher ist es der Stadt nicht gelungen, die Krähen zu vertreiben.
In den 1960er Jahren siedelten sich die Saatkrähen im Landkreis Wolfenbüttel an. Das berichtet Horst Ehlers vom Kreisverband des Naturschutzbunds (Nabu) in Wolfenbüttel. „Die Saatkrähen haben sich vermutlich von Osten nach Westen ausgebreitet“, sagt Ehlers.
Vor rund zehn Jahren hätten die Vögel sich dann auf die Stadt Wolfenbüttel konzentriert. Die Saatkrähen brüten in Kolonien. Sie bauen ihre Nester in den Kronen hoher Laubbäume.
Rund 300 Brutpaare habe der Nabu-Kreisverband Wolfenbüttel im vergangenen Jahr im Stadtgebiet gezählt, so Ehlers. Damit sei Wolfenbüttel eine Saatkrähen-Hochburg in Südost-Niedersachsen. Ehlers: „Wir wissen nicht, warum die Vögel so gerne in Wolfenbüttel brüten. Die Kolonie hat sich nach und nach hier ausgedehnt.“
In der Region brüteten die Vögel außerdem in Salzgitter-Reppner. Dort habe der Nabu rund zehn Paare gesichtet. Zudem gebe es in Braunschweig etwa fünf Brutpaare.
Saatkrähen stehen in Deutschland unter Artenschutz. Bei ihren Versuchen, die Tiere zu vertreiben, muss sich die Stadt Wolfenbüttel deshalb an Richtlinien der Abteilung Natur- und Landschaftsschutz des Landkreises halten.













