Banken im Visier der Ermittler
Das Bundeskartellamt ermittelt in Deutschland gegen 280 Banken. Geprüft wird, ob diese Häuser überhöhte Gebühren erheben, wenn Kunden anderer Institute ihre Automaten zum Geldabheben nutzen.
Wie die Zeitschrift „Euro am Sonntag“ berichtet, besteht der Verdacht auf Wettbewerbsbeschränkung, verbotene Diskriminierung und Missbrauch einer marktbeherrschenden Stellung. Kunden, aber auch Banken hätten sich beim Bundeskartellamt über hohe Gebühren beschwert.
Diese Gebühren fallen sehr unterschiedlich aus. So verlangen etliche Institute zehn Euro, wenn der Kunde einer anderen Bank an ihrem Geldautomaten mit der EC-Karte Geld abhebt. Im Schnitt beträgt die Gebühr fast sechs Euro, berichtet die Zeitschrift.
Dabei kostet die Bereitstellung von Bargeld am Automaten nur etwa 60 Cent je Vorgang. Das sagte Max Herbst von der Finanzberatung FMH bereits im vergangenen Januar unserer Zeitung. Er wirft den Banken vor, sich an den Kunden anderer Häuser zu bereichern.
Ursache der hohen Automatengebühren ist der Konkurrenzkampf zwischen Instituten mit vielen Filialen und den sogenannten Direktbanken, die meist über keine oder nur wenige Filialen verfügen.
Die Deutsche Presseagentur dpa berichtet, dass das Bundeskartellamt gegen private Institute, Sparkassen und Genossenschaftsbanken in Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Hessen und Bayern ermittelt.













