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14. Februar 2012
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MAN baut in Salzgitter weiter Jobs ab

Von Andreas Schweiger, Braunschweiger Zeitung

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Das MAN-Werk in Salzgitter ist wie kaum ein anderes großes Unternehmen in der Region von der Krise betroffen. Betriebsratschef Hilmar Pawel rechnet mit weiterem Stellenabbau.

Obwohl das Unternehmen im vergangenen Jahr im Schnitt an jedem zweiten Tag kurzgearbeitet hat, wurden nach Angaben Pawels 150 Arbeitsplätze abgebaut. „Die meisten über Altersteilzeit“, sagt er unserer Zeitung und kündigt ohne Zahlen zu nennen an: „In den nächsten zwei Jahren wird die Belegschaft nochmals verkleinert.“ Weil dies ohne betriebsbedingte Kündigungen geschehen soll, verhandele der Gesamtbetriebsrat mit der Unternehmensspitze über neue Altersteilzeit-Vereinbarungen.

Zurzeit arbeiten bei MAN in Salzgitter 2550 Menschen. Durch die Kurzarbeit ist die Arbeitszeit laut Pawel noch immer um 40 Prozent reduziert. „Es geht nur ganz langsam aufwärts“, sagt der Betriebsratschef. Frühestens Mitte nächsten Jahres könne nach derzeitiger Lage wieder in einem regulären Zweischichtbetrieb produziert werden.

Bei den Betriebsratswahlen hat die IG Metall 19 von 21 Sitzen gewonnen. Das entspricht einem Wahlerfolg von 90 Prozent. „Wir sind mit diesem Ergebnis sehr zufrieden und verstehen es auch als Auftrag“, sagt Pawel.

Das gute Ergebnis für die IG Metall führt er vor allem auf zwei Punkte zurück. Pawel: „In der Krise hat sich gezeigt, dass der Beschäftigungssicherungs-Tarifvertrag Bestand hat, der bis 2012 betriebsbedingte Kündigungen ausschließt.“ Zweiter Punkt: die vom Betriebsrat ausgehandelte Aufstockung des Kurzarbeitergeldes auf 90 Prozent.

Als wichtigste Aufgaben der Zukunft bezeichnet Pawel die Beschäftigungssicherung sowie die Übernahme der Auszubildenden. „Sie werden derzeit für ein Jahr übernommen, wir wollen unbefristete Verträge“, sagt er.

Der Betriebsrat werde ferner dafür kämpfen, dass die Mitarbeiter von der Neustrukturierung der Arbeitsabläufe profitieren. Pawel: „Dieses Programm sieht Optimierungen in allen Arbeitsabläufen vor. Die Mitarbeiter sollen sich beteiligen und Vorschläge machen. Wir wollen, dass nicht nur MAN etwas von den Verbesserungen hat, sondern auch die Kollegen.“ Als Beispiele nennt er weitere Zusagen für sichere Arbeitsplätze und Prämien. Weil die Belegschaft immer älter werde, sei es zudem wichtig, dass die Arbeitsplätze entsprechend angepasst würden.

Große Bedeutung für die Zukunft des Standortes Salzgitter hat das Logistikzentrum, von dem aus weltweit Ersatzteile vertrieben werden sollen. „Damit wir von Anfang an Erfolg haben, ist es ganz wichtig, dass wir das Zentrum mit bester Technik ausrüsten“, fordert Pawel.

Mittwoch, 17.03.2010
Quelle: http://www.newsclick.de/index.jsp/artid/11936881/menuid/2044

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