Kammer 7 der Asse wird angebohrt
Mit einer Probebohrung in die Kammer 7 der Asse will das Bundesamt für Strahlenschutz noch in diesem Jahr das Bergen des Atommülls vorbereiten. Nach Informationen unserer Zeitung sollen durchs Bohrloch Sonden und Kameras in die Kammer eingeführt werden, um Daten zum Beispiel zu Atmosphäre, Luft, Druck und möglichen Lösungen zu liefern.
Die Fachleute wollen sich mit Kameras ein Bild vom Zustand der Kammer und der Fässer machen.
Entnahme von Proben erst im zweiten Schritt geplant
In der Kammer auf der 750-Meter-Sohle sollen 4300 Fässer liegen, die 1977 und 1978 entweder hineingekippt oder gestapelt worden sind. Mit Filtern und Schleusen soll sichergestellt werden, dass keine Radioaktivität oder Giftstoffe aus der Kammer gelangen.
Die Arbeiten müssen von den Landesbehörden noch genehmigt werden. Die Kammer ist seit mehr als 30 Jahren verschlossen. Ein Anbohren von Fässern oder die Entnahme von Proben aus der Kammer sind erst in einem zweiten Schritt geplant. Das Bergen der Fässer mit Hilfe von ferngesteuerten Robotern soll in einem dritten Schritt erprobt werden, bevor alle Fässer zurückgeholt werden können. Nach Einschätzung des Bundesamtes ist die vollständige Bergung des Atommülls der beste Weg zur Stilllegung des Atomlagers.
Bleiben die rund 126 000 Fässer in dem maroden Bergwerk, könnte der rechtlich vorgeschriebene Langzeitsicherheitsnachweis voraussichtlich nicht geführt werden. Noch nie sind radioaktive Abfälle aus einem Atomendlager unter Tage an die Oberfläche zurückgeholt worden.













