Diebe wollten VW nach Nigeria verkaufen
Fünf 23- bis 60-jährige Männer aus Sachsen-Anhalt und Niedersachsen sind angeklagt, Autos aus dem VW-Werk in Wolfsburg gestohlen zu haben. Am Dienstag packte ein Komplize aus. Die Männer müssen sich vor dem Landgericht Stendal (Sachsen-Anhalt) verantworten.
Die gestohlenen Fahrzeuge – vier Tiguan und ein Touran – sollten weit unter Marktwert etwa an einen ominösen „Colonel“ nach Nigeria verkauft werden.
Am Verhandlungstag am Dienstag sagten drei Kripobeamte aus Braunschweig, Wolfsburg und Salzwedel über ihre Ermittlungen aus. In Zusammenarbeit mit Zollfahndern aus Hannover und Magdeburg hatte die Polizei der Diebesbande im November das Handwerk gelegt. Die zwei als Haupttäter geltenden Männer sitzen seitdem in U-Haft. Einer von ihnen, ein 23-Jähriger aus Sachsen-Anhalt, ist geständig und belastet die übrigen Angeklagten.
Sein Schweigen brach am Dienstag ein 60-jähriger mitangeklagter Reifenhändler aus Sachsen-Anhalt. Er habe bei einem Verkauf als Vermittler mitgewirkt, gab er zu. Er will aber nicht gewusst haben, dass der Tiguan (Listenpreis: 38 458 Euro) gestohlen gewesen war.
Ein Autohändler aus Osteuropa sagte dazu aus, dass er das Geschäft nicht eingegangen sei, weil ihm die Sache nicht geheuer vorkam. Zwei der Zeugen verweigerten die Aussage, weil gegen sie selbst ermittelt wird. Ein Geschäftsmann aus Berlin schilderte als Zeuge die geplante Verschiffung eines Tiguan nach Afrika. Dazu war es aber nicht mehr gekommen, weil die mitangeklagten Fahrer an einer Tankstelle nahe der A 2 bei Helmstedt festgenommen wurden.













