2000 Lehrstellen in der Region noch frei
„Ich bin schon etwas aufgeregt, und bestimmt wird es noch schlimmer“, sagt Sami Atasoy aus Braunschweig. Dabei sind es noch fünf Wochen bis zum 1. September. Dann beginnt der 17-Jährige seine Ausbildung zum Elektriker.
Warum Elektriker? „Ich habe zwei Praktika absolviert, die mir gut gefallen haben. Die Aufgaben machen mir Spaß“, sagt Atasoy. Deshalb hat er sich gleich in dem Unternehmen beworben – mit Erfolg.
Wie Atasoy starten in unserer Region Tausende junge Menschen im August und September in das Berufsleben. „Das ist ein neuer Lebensabschnitt und bedeutet mehr Selbständigkeit“, sagt Atasoy.
Für viele Meister und Ausbilder ist der Start in ein neues Ausbildungsjahr längst nicht nur Routine. „Das ist jedes Mal spannend, denn erst nach einem halben bis einem Jahr sieht man, wie sich die Auszubildenden entwickeln“, sagt Atasoys Lehrherr Matthias Scholz. „Wenn sie sich gut entwickeln, freuen wir uns natürlich.“
Wer bislang keinen Ausbildungsplatz gefunden hat, kann sich noch bewerben. Kammern und Arbeitsagenturen melden für unsere Region rund zweitausend freie Lehrstellen. Allerdings verändern sich die Zahlen derzeit täglich. Vor allem Betriebe aus der Gastronomie, aus dem Einzelhandel und aus dem Metall-, Elektro- und Lebensmittel-Handwerk suchen noch Nachwuchs.
Hunderte von jungen Menschen sind allerdings auch noch unversorgt. „Das liegt oft daran, dass Qualifikation der Bewerber und Anforderungen der Betriebe nicht zusammenpassen“, sagt Stefan Freydank von der Arbeitsagentur Braunschweig.













