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09. Februar 2012
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Alter Stibiox-Schornstein gesprengt

Von Jörn Stachura

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Ein scharfer Knall der Sprengladungen – und dann schien es Sekunden so, als geschähe nichts. Doch die Schwerkraft gewann am Ende die Oberhand: Seit Mittwoch ist nun das Thema Stibiox-Schornstein Geschichte.

Zweifel an seinen handwerklichen Fähigkeiten ließ Sprengmeister Jürgen Bartsch nicht aufkommen: „Es ist schließlich mein 131. Schornstein, den ich sprenge.“ Sorgen hatte ihm nur das Edelstahl-Rohr im Innern des alten Backstein-Riesen bereitet.

Im Vorfeld wurde darum bereits ein keilförmiges Stück aus dem Metall herausgetrennt. Denn keilförmig waren auch die 16 kleinen Sprengladungen angebracht, die den Schornstein schließlich fällen sollten. „Das funktioniert genauso wie beim Baumfällen“, hatte Bartsch versprochen. Auf rund 20 Metern Höhe einknickend, stürzte der Schornstein punktgenau in ein Feinkießbett, das Erschütterungen dämpfen sollte.

Rund zehn Meter hoch schoss am Schornstein-Fuß zwar noch eine Staubwolke in die Höhe, doch die Feuerwehr war wenige Sekunden nach Sprengung bereits auf der Baustelle und band den Staub mit Wasser. Damit naht nun das Ende der aufwendigen Schadstoff-Sanierungsarbeiten am Hungerkamp.

Der weitere Zeitplan sieht vor, dass zunächst der Schutt vom Schornstein abtransportiert wird. Außerdem muss noch das Fundament des Schornsteins ausgegraben werden. Binnen drei Wochen soll dies erledigt sein.

Das ehemalige Stibiox-Gelände befindet sich mittlerweile in Besitz der Stadt Braunschweig. Sobald neuer Boden im ausgekofferten Gebiet aufgeschüttet ist, wäre ein Verkauf der Fläche möglich.

Anders sieht es mit zwei angrenzenden Flächen aus. Sie werden vom Land Nie. Auf dem so genannten Festplatz zwischen Hungerkamp und Pappelberg, er konnte wegen hoher Antimon-Belastung seit Jahrzehnten nicht mehr genutzt werden, werden noch im September die Sanierungsarbeiten beginnen. Sie sollen in diesem Jahr abgeschlossen werden. Die Kosten sollen sich auf rund 800 000 Euro belaufen.

Im nächsten Jahr werden die Arbeiten auf dem so genannten Schlackeplatz fortgesetzt. Damit endet dann auch die Stibiox-Sanierung.

Mittwoch, 11.08.2010
Quelle: http://www.newsclick.de/index.jsp/artid/12757056/menuid/2044

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