Studie: Jugendliche haben weniger Sex
Deutsche Mädchen und Jungen haben heute weniger Sex als noch vor fünf Jahren. Das geht aus der neuen Studie „Jugendsexualität 2010“ der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung hervor, die am Donnerstag in Berlin vorgestellt wurde.
Der Anteil 14-jähriger Jungen mit Erfahrungen im Geschlechtsverkehr sank von zehn auf heute vier Prozent. Bei den Mädchen lag der Anteil nur noch bei sieben statt zwölf Prozent. Gleichzeitig verhüten deutsche Jugendliche der Studie zufolge so gut wie nie zuvor. Nur acht Prozent der Befragten gaben an nicht auf Verhütung zu achte. Zudem erleben die Jugendlichen ihr erstes Mal meistens mit ihrem Freudn oder ihrer Freundin.
Ein Drittel der 17-Jährigen gaben an noch nie Geschlechtsverkehr gehabt zu haben. Bei der letzten Studie 2005 waren es noch bedeutend weniger. Drei Viertel der Jugendlichen benutzen Kondome bei ihrem ersten Mal.
Für die Studie wurden rund 3500 Jugendliche befragt, darunter rund 1000 mit Migrationshintergrund. Dabei zeigten sich deutliche Unterschiede zwischen beiden Gruppen: Jungen aus Migrantenfamilien sind demnach früher und häufiger sexuell aktiv als deutsche Gleichaltrige. Mädchen mit Migrationshintergrund hingegen sind deutlich zurückhaltender und begründen dies damit, zu jung zu sein.
Erfahrungen mit sexueller Gewalt hat hingegen bereits fast jedes fünfte Mädchen (19 Prozent) mit Migrationshintergrund gemacht. Von den deutschen Mädchen berichteten 13 Prozent von Situationen, in denen sie sich gegen unerwünschte sexuelle Übergriffe zur Wehr setzen mussten. red/dpa













