Minister Stratmann in Braunschweig tätlich angegriffen
Besuch der Technischen Universität abgebrochen
BRAUNSCHWEIG. Niedersachsens Wissenschaftsminister Lutz Stratmann (CDU) hat seinen Antrittsbesuch bei der TU Braunschweig gestern vorzeitig abgebrochen.
Die Visite stand im Zeichen von Demonstrationen gegen die Sparpolitik der Landesregierung und wurde von Tumult überschattet. "Ich bin von der Treppe gestoßen worden und später von einer Studentin geschlagen worden", sagte Stratmann unserer Zeitung. Er legte jedoch Wert darauf, dass er die Vorgänge nicht überbewertet wissen wolle. Er habe sich den Protesten gestellt und sich "nicht weggeduckt".
Gleichwohl sprach die Braunschweiger Polizei am frühen Nachmittag die Empfehlung aus, die letzte Station des Ministerbesuches den Campus Nord zu streichen. Die Sicherheitsmaßnahmen hätten dort wegen der räumlichen Situation noch einmal aufgestockt werden müssen. In Abstimmung mit dem Präsidenten der TU, Professor Dr. Jochen Litterst, brach Stratmann daraufhin seinen Besuch ab.
Die Darstellungen dessen, was sich zuvor abgespielt hatte, gehen auseinander. Bei dem Zwischenfall auf der Treppe vor dem TU-Präsidialbüro kam Stratmann in starkem Gedränge ins Straucheln und fiel offenbar hin. Bei der Studentin, die ihn später tätlich angriff, soll es sich um eine Angehörige der Hochschule für Bildende Künste (HBK) gehandelt haben. Sie war den Minister mit den Worten "Sie zerstören meine Zukunft" angegangen.
Auch Litterst warnte davor, die Vorgänge zu dramatisieren. Das Informationsprogramm für den Minister habe überwogen.











