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09. Februar 2012
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Größter Karnevalszug im Norden: 200 000 Zuschauer in Braunschweig

Sechs Kilometer langer Lindwurm mit 4000 Aktiven bei sonnigem Winterwetter – 20 Tonnen Süßigkeiten

Von Hans-Christian Zehme

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BRAUNSCHWEIG. Rund 200 000 bunt kostümierte Karnevalisten haben gestern beim 26. Braunschweiger Karnevalsumzug die Innenstadt in ein närrisches Tollhaus verwandelt. Mehr als drei Stunden schlängelte sich der sechs Kilometer lange Lindwurm unter dem Motto "Jubel, Trubel, Heiterkeit – Helau zur fünften Jahreszeit" durch die gesperrte Innenstadt.

Veranstalter des Spektakels war das Komitee Braunschweiger Karneval; der Zusammenschluss der drei Braunschweiger Karnevalsvereine zu einer gemeinnützigen GmbH. Rund 4000 Aktive – die Hälfte von ihnen Musikanten – aus der Region, aber auch aus dem Rheinland, aus Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein, fuhren, gingen oder tanzten größtenteils bei Sonnenschein mit. Mindestens 20 Tonnen Süßigkeiten, Plüschtiere und Spielzeug flogen in die begeisterte Menge.

Auf Dutzenden Prunk- und Motivwagen wurde überwiegend die Braunschweiger Kommunalpolitik (Kulturhauptstadt-Bewerbung, das geplante ECE-Center inklusive Schloss-Gespenstern) aufs Korn genommen, aber auch die Konkurrenz zwischen Braunschweig, Wolfsburg und Hannover thematisiert.

Auf dem Prunkwagen des Zugmarschalls Hans-Peter Richter fuhr der Schirmherr des Umzugs, Braunschweigs Oberbürgermeister Dr. Gert Hoffmann (CDU) mit und schien durchaus Spaß daran zu haben, mit vollen Händen die Kamelle unters närrische Volk zu bringen.

Dabei war auch die Zarin des russischen Karnevals, Ihre Lieblichkeit Helena II., die eigens aus St. Petersburg eingeflogen worden war. Der Umzug wurde drei Stunden lang sowohl im dritten Fernsehprogramm als auch weltweit per Internet übertragen.

Schulen, Vereine, Ortsfeuerwehren, Kleingartenclubs, Kindergruppen und andere Organisationen beteiligten sich an dem Vergnügen. Das Braunschweiger Dreigestirn aus Prinz Dieter II., "Bauer" Erwin Christian und "Till" Jan Dyczka hatte eigene repräsentative Wagen.

Auch das Prinzenpaar aus Hannover, Hans-Günther I. und Dagmar I., war zum Mitfahren eingeladen worden. Gesponsert wird der Umzug von Firmen; die Gesamtkosten gab der Zugmarschall mit 250 000 Euro an. In Hannover und Osnabrück säumten am Samstag laut Polizei je rund 100 000 Besucher die Straßen.

Montag, 23.02.2004
Quelle: http://www.newsclick.de/index.jsp/artid/2527562/menuid/2044

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