Hohe Auszeichnung für den Geopark
Vereinte Nationen nehmen Park in ihre weltweite Liste auf "Aufwertung für die Region"
GOSLAR. Der Geopark Harz-Braunschweiger Land-Ostfalen ist von der Unesco anerkannt worden. Das teilten gestern der Regionalverband Harz und das Freilicht- und Erlebnismuseum Ostfalen in Goslar mit.
Regionalverband und Museum hatten vor drei Jahren den Geopark ins Leben gerufen. Nun ist er von der Kulturorganisation der Vereinten Nationen auch offiziell in das "Global Unesco Network of Geoparks" aufgenommen worden. Weltweit gibt es bislang 25 Unesco-Geoparks. Der Geopark "Harz-Braunschweiger Land-Ostfalen" erstreckt sich von Gifhorn bis Sangerhausen und von Magdeburg bis Osterode.
Ziel ist es, die geologische Entstehungsgeschichte und die natürlichen und kulturellen Entwicklungen zu beleuchten. "Mit der Geologie öffnen wir ein Fenster in die Erdgeschichte", sagte Regionalverbands-Geschäftsführer Dr. Klaus George.
Er erklärte zu den kulturellen und historischen Zusammenhängen: "Wenn sie vor einem alten, unverputzten Haus stehen, können sie erkennen, wo die Steine herkommen, aus denen es gebaut wurde."
Solche Zusammenhänge stellen Flugblätter dar, die in wachsender Zahl erstellt werden. Zudem gibt es in Königslutter das Geopark-Informationszentrum. Dessen Leiter, Dr. Henning Zellmer, betonte, dass es darum gehe, die breite Öffentlichkeit anzusprechen. Nur zwei Prozent aller Anfragen kommen von Wissenschaftlern.
Der Rest seien beispielsweise Touristen, die sich für Fossilien oder Gesteine interessieren. Der Geopark sei insofern auch wichtig für die Vermarktung der Region.
Ähnlich äußerten sich der Regionalverbands-Vorsitzende Wolfram Kullik, Landrat des Landkreises Quedlinburg, und Regionalverbands-Vorstandsmitglied Peter Kopischke, Landrat des Landkreises Goslar. "Auch im Hinblick auf die Bewerbung Braunschweigs als Kulturhauptstadt ist die Auszeichnung der Unesco eine Aufwertung der Region", so Kopischke. Wann und wo die Unesco-Urkunde überreicht wird, ist noch nicht bekannt.













