"Rauchverbot beutelt die Branche"
Hotel- und Gaststättenverband: Viele Gäste stornieren Familienfeiern
BRAUNSCHWEIG. Rauchen verboten seit 21 Tagen gilt das Gesetz zum Nichtraucherschutz in Niedersachsen. In Gaststätten und öffentlichen Einrichtungen müssen sich Raucher in abgetrennte Räume zurückziehen.
Die Auswirkungen auf das Gastgewerbe sind unterschiedlich. "In Hotels und großen Restaurants gibt es keine Probleme", sagt Renate Mitulla, Geschäftsführerin des Hotel- und Gaststättenverbands Niedersachsen. Hingegen seien kleine Kneipen und Gaststätten mit nur einem Raum benachteiligt. "Ihnen laufen die Kunden weg, weil sie keinen Raucherraum anbieten können. Mehrere Wirte haben bereits gesagt, dass sie schließen müssen, wenn das Rauchverbot ab November kontrolliert wird. Das Rauchverbot beutelt die Branche", sagt sie.
Als katastrophal bezeichnet Renate Mitulla die Lage in ländlichen Regionen. "Dort werden viele Familienfeiern storniert. Die Gäste wollen in dem Raum, den sie mieten, auch rauchen. Wenn das nicht geht, suchen sie sich ein Vereinsheim oder Dorfgemeinschaftshaus."
Vom Rauchverbot betroffen sind auch exklusive Zigarren-Clubs wie die Newmans Bar im Wolfsburger Hotel Ritz Carlton. Der Club mit verlesenen Mitgliedern hat die qualmenden Stars und Sternchen verbannen müssen. "Damit geht hier ein Stück Kultur verloren", sagt Sprecherin Kristina Vinzing.
NIEDERSACHSEN











