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12. Februar 2012
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Das Unglück im Spiegel der Medien

Das Wunder von Lengede: Dauerausstellung zum Grubenunglück und zur Rettung der Bergleute

Von Doris Comes

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LENGEDE. Heute vor genau 44 Jahren: Um 20 Uhr kommt es zu einem Wassereinbruch in der Eisenerzgrube Mathilde in Lengede. 129 Bergleute werden eingeschlossen. Eine spektakuläre Rettungsaktion beginnt – das Wunder von Lengede.

Während der dramatischen Ereignisse rückt der kleine Bergbauort im Landkreis Peine in den Fokus der Welt. 449 Journalisten aus aller Welt berichten direkt aus Lengede. 48 Pressekonferenzen werden abgehalten.

"Im Fokus der Welt – Lengede 1963" lautet auch der Titel der Dauerausstellung, die heute im Lengeder Rathaus eröffnet wird. Sie dokumentiert das Grubenunglück als Medienereignis und zeigt Rettungsgegenstände, zum Beispiel einen Nachbau der Dahlbuschbombe, mit der die Bergleute geborgen wurden.

Konzipiert wurde die Ausstellung ursprünglich zum 40. Jahrestag des Unglücks von Mitgliedern des Lengeder Arbeitskreises Ortsheimatpflege unter fachlicher Leitung von Dr. Gerd Biegel, dem Direktor des Braunschweiger Landesmuseums. Bislang wurde die Ausstellung jedes Jahr für zwei Wochen an unterschiedlichen Orten in Lengede gezeigt. Heute wird sie – ein langgehegter Wunsch in Lengede – in extra dafür umgestalteten Räumen im Untergeschoss des Lengeder Rathauses als Dauerausstellung eröffnet.

Ein besonderer Tag auch für die Mitglieder des Lengeder Arbeitskreises Bergbau. Einer von ihnen ist Willi Kretschmann. Er hat das Grubenunglück hautnah miterlebt, als Oberführer in der Grubenwehr und Reviersteiger der 90-Meter-Sohle-West – dem Revier, aus dem später die elf Bergleute gerettet wurden, die sich in den "Alten Mann", einen alten Stollen, geflüchtet hatten.

Wenige Stunden nach der Überflutung der Grube Mathilde durch eine halbe Million Kubikmeter Wasser und Schlamm aus einem Klärteich  können sich 79 der insgesamt 129 eingeschlossenen Bergleute über Wetterbohrlöcher und Schächte retten.

Ein Modell der weitverzweigten unterirdischen Schachtanlage, des Grubengebäudes, ist in der Ausstellung zu sehen.

In den nächsten Tagen und Stunden werden weitere Bergleute gerettet. Dann, am 4. November, werden zum ersten Mal die Lebenszeichen der Gruppe von Bergleuten empfangen, die sich in den "Alten Mann" geflüchtet hatten.

Zunächst wird die Versorgung der Kumpel sichergestellt, dann beginnt der Wettlauf der Rettungsmannschaften gegen die Zeit: am 7. November, zwei Wochen nach dem Unglück, wird gegen 14 Uhr der letzte der elf Kumpel mit der Dahlbuschbombe, einer speziell konstruierten Rettungskapsel, über Tage geholt.

"Im Fokus der Welt – Lengede 1963": Dauerausstellung im Rathaus Lengede, Vallstedter Weg 1. Öffnungszeiten: Montags bis mittwochs 8 bis 16 Uhr, donnerstags 8 bis 18 Uhr sowie freitags 8 bis 12 Uhr. Besuche und Führungen außerhalb der Öffnungszeiten können über das Servicebüro im Rathaus vereinbart werden,  (0 53 44) 89-0.

Mittwoch, 24.10.2007
Quelle: http://www.newsclick.de/index.jsp/artid/7469211/menuid/2044

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