350 Schulen suchen einen Rektor
Kultusminister: Die Bewerberlage ist dünn – Hohe Belastung, kaum Ausgleich
HANNOVER. Hunderte niedersächsische Schulen suchen einen Leiter. "Die Bewerberlage ist dünn, aber auskömmlich", sagte Kultusminister Bernd Busemann unserer Zeitung.
Von den rund 3000 Stellen sind laut Kultusministerium 10 bis 15 Prozent ausgeschrieben. Die Neubesetzungen erfolgen oft nur zäh. "Das kann dann schon mal ein halbes Jahr oder länger dauern", so Busemann.
Die immer höhere Belastung im Job des Leiters – verstärkt durch die eingeführte eigenverantwortliche Schule – schrecke viele Lehrer ab, meint die Vorsitzende des Schulleitungsverbandes, Helga Akkermann. Zudem gilt die Zukunft vieler Standorte angesichts rückläufiger Schülerzahlen als unsicher. "Das Problem fokussiert sich auf die Grundschulen", so Busemann. Dort sind viele Frauen in Teilzeit beschäftigt. Hauptschulen sind laut Ministerium nicht besonders betroffen. "Die Lage wird immer schwieriger, das gilt auch für Hauptschulen", sagt dagegen Akkermann.
Als einen Grund für den Mangel nennt die Landesregierung die "Schröder-Lücke": Weil seinerzeit wenig Lehrer eingestellt worden seien, fehle es an Bewerbern. Busemann plant für 2009 eine Arbeitszeitverordnung für Schulleiter. Es könnte mehr Gehalt bei der Leitung von Verbundsystemen mehrerer Grundschulen bedeuten.
NIEDERSACHSEN













