"Regierung lässt Kinder im Stich"
BERLIN . Die Regierungspläne zum Kinderzuschlag sind völlig unzureichend und bleiben deutlich hinter dem Bedarf zurück. Dies ist der Vorwurf, den Kinderschutzbund-Chef Heinz Hilgers gegen die Bundesregierung erhebt.
Im Gespräch mit unserer Zeitung wirft Hilgers der Regierung Wortbruch beim Kampf gegen die Kinderarmut vor. "Ich bin absolut sauer. Langsam reicht es wirklich. Das ist nicht der versprochene Beitrag zur Senkung der Kinderarmut."
Die Regierung hat angekündigt, den Kinderzuschlag für Familien mit niedrigem Erwerbseinkommen auszuweiten: Die Zulage von bis zu 140 Euro im Monat als Ergänzung zum regulären Kindergeld soll statt bisher 100 000 nun 250 000 Kindern zugute kommen.
Hilgers meint, fast dreimal so viel Kinder müssten eine deutlich höhere Hilfe bekommen. Außerdem fordert er 175 Euro beziehungsweise 225 Euro ab dem dritten Kind.
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