Welle reißt Braunschweiger in den Tod
Zwei Urlauber verunglücken an Steilküste im Südwesten Portugals Bisher nur eine Leiche geborgen
BRAUNSCHWEIG. Die See ist etwas aufgewühlt, scheint aber berechenbar. Die Urlauber aus Braunschweig genießen den Blick vom Felsplateau, fünf Meter über dem Meer. Da schlägt eine Welle hoch und reißt vier von ihnen mit sich.
So schildert einer der Reisegruppenteilnehmer den Unfall, bei dem am Samstag eine Frau und ein Mann an der Algarve umgekommen sind. Sie waren mit vier anderen aus der 30-köpfigen Reisegruppe nach Sagres zum Fort von Beliche gefahren. Dort besteht die Algarve aus einer felsigen, bis zu 70 Meter hohen Steilküste. Einer der Reisegruppenleiter aus Braunschweig sagte unserer Zeitung: "Sie kletterten auf ein Felsplateau über dem Meer. Dort überraschte sie die Welle. Die muss sechs bis sieben Meter hoch gewesen sein, sonst hätte sie die Plattform nicht überspülen können. Vier fielen ins Meer, aber zwei bekamen den Felsen nochmal zu fassen und schafften es, wieder raufzuklettern."
Eine 30-Jährige und ein 41-Jähriger aber verschwanden in den Wellen. "Die See muss plötzlich sehr viel unruhiger geworden sein."
Die Frau wurde kurze Zeit später tot geborgen. Nach dem Mann wird seit vier Tagen mit Booten und Hubschraubern gesucht. Die Teilnehmer der Reisegruppe sind geschockt. Sie brechen den Aufenthalt ab und kehren heute zurück. "Von den Behörden haben wir später erfahren, dass an dieser Stelle im Jahr 30 bis 40 Menschen ertrinken."













