Die Region zittert um Eintracht
Braunschweiger Fußball-Regionalligist ringt um den Klassenerhalt, braucht aber fremde Hilfe
BRAUNSCHWEIG. 22 000 Zuschauer werden heute, 13.30 Uhr, im Stadion mitfiebern, wenn Eintracht Braunschweig gegen Borussia Dortmund II um den Verbleib in der 3. Fußballliga kämpft.
Hunderttausende in der ganzen Region zittern mit dem Traditionsverein um den Klassenerhalt. Vor ausverkauftem Haus muss die Mannschaft von Trainer Torsten Lieberknecht mit einem Sieg gegen die Dortmunder die Voraussetzungen schaffen, um den Absturz in die 4. Liga zu verhindern. Und dann sind die Braunschweiger auch noch auf Hilfe aus Wolfsburg oder Lübeck angewiesen.
Misslingt Eintracht der Sprung ans rettende Ufer, also auf Rang 10 der Tabelle, müsste der Verein in der nächsten Saison erstmals in seiner 113 Jahre langen Geschichte in die Viertklassigkeit absacken. Und das bliebe für den Klub und die Region nicht ohne Folgen.
Dr. Otmar Dyck, Experte für Sportmanagement an der Fachhochschule Braunschweig-Wolfenbüttel, geht davon aus, dass der Zuschauerschnitt von derzeit 14 500 auf weit unter 10 000 sinken würde.
Außerdem würde die Eintracht in der vierten Liga erheblich an Strahlkraft verlieren. Dyck: "Mit jedem Abstieg sinkt der Werbeeffekt für unsere Region."
FAKTEN:
Eintracht bleibt in der 3. Liga
Voraussetzung ist ein eigener Sieg gegen Dortmund und zugleich eine Niederlage von Emden in Wolfsburg oder ein Punktgewinn der Lübecker in Essen. Ein Unentschieden reicht Eintracht, wenn Essen mit vier Toren Unterschied verliert und Magdeburg nicht in Wuppertal gewinnt.
Eintracht steigt aus der 3. Liga ab
Eine Niederlage gegen Dortmund besiegelt den Abstieg.













