"Braunschweiger Land wird geschwächt"
Landesbischof Friedrich Weber kritisiert die niedersächsischen Museumspläne als "sehr rätselhaft"
BRAUNSCHWEIG. Landesbischof Friedrich Weber hat sich in den Museumsstreit eingeschaltet. Die Pläne seien ein bewusster Versuch, das Braunschweiger Land und das Landesmuseum zu schwächen.
Die Museumspläne müssten im Zusammenhang gesehen werden, sagt Weber im Interview mit unserer Zeitung. "Das ist kein Einzelfall. Überall gibt es Bestrebungen der Zentralisierung. Ich erinnere an die Diskussion über die Neuordnung der SPD-Bezirke und an die Versuche vor zwei Jahren, die Kirchenlandschaft zu verändern. Es gab massive Interventionen, die Zahl der Landeskirchen zu verringern und größere Einheiten zu bilden."
Als Mitglied des Stiftungsrats Braunschweigischer Kulturbesitz wundert sich der Landesbischof über die Museumspläne von Kulturminister Lutz Stratmann (CDU). "Was auf dem Tisch liegt, ist sehr rätselhaft."
Der Bischof fordert die Landesregierung zu mehr Offenheit auf. Der Kulturminister lehnte derweil eine Interview-Anfrage unserer Zeitung ab. "Es ist alles gesagt", so eine Sprecherin.













