Stratmann verteidigt Museumsplan
Im Interview beruhigt der Kulturminister: Das Landesmuseum bleibt eigenständig
BRAUNSCHWEIG. Wochenlang wollte sich Kulturminister Lutz Stratmann nicht näher zu seinen Museumsplänen äußern und lehnte Interviews ab: "Es ist alles gesagt", lautete die knappe Ansage einer Ministeriumssprecherin.
Nachdem seine Pläne für gehörigen Ärger im Braunschweiger Land sorgten, lenkte Stratmann ein und nutzte gestern die Chance, seine Pläne zu verteidigen: Im Interview mit unserer Zeitung erklärt er, warum er die Museumslandschaft umstrukturieren will. Braunschweig werde nur gewinnen, beruhigt er und verspricht: Das Landesmuseum bleibt eigenständig.
Harte Kritik kam gestern aus den Reihen der Opposition: Die kulturpolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion, Daniela Krause-Behrens, wirft dem Kulturministerium vor, Fakten zu vernebeln. "Das ganze Vorgehen und Verhalten des Kulturministeriums ist ein Skandal und wird ein parlamentarisches Nachspiel haben", betont Krause-Behrens.
Gabriele Heinen-Kljajic, Landtagsabgeordnete der Grünen, fordert: "Anstatt sich mit politisch nicht autorisierten Papieren herauszureden, muss der Minister endlich ein Konzept zur Museumsneuordnung vorlegen."
Erst am Donnerstag hatten die Mitarbeiter der Landesmuseen Braunschweig in einem offenen Brief an Ministerpräsident Christian Wulff um Hilfe gebeten.
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