8500 Schüler demonstrieren in Braunschweig
Protest in 30 Städten für mehr Lehrer und kleinere Klassen – Randale in Hannover
BRAUNSCHWEIG. Braunschweig erlebte gestern die größte Schülerdemonstration bundesweit. Mehr als 8500 Jugendliche gingen am Vormittag auf die Straße, um gegen schlechte Unterrichtsbedingungen zu protestieren.
Nach Angaben der beteiligten Schülerinitiativen demonstrierten gestern 73 000 junge Menschen in 30 deutschen Städten. In Wolfsburg zählten die Organisatoren 5000 Teilnehmer, in Gifhorn beteiligten sich 1500 Schüler am Unterrichtsstreik.
Viele Jugendliche hatten sich offenbar auch nicht von der Drohung einiger Schulleiter abschrecken lasen. Diese hatten angekündigt, streikende Schüler zu maßregeln oder ihnen schlechte Noten zu geben.
Philipp Zimmermann vom Braunschweiger Arbeitskreis Schülerstreik erklärte nach der einstündigen Kundgebung auf dem Kohlmarkt: "Nach diesem massiven Protest kann die Landesregierung uns nicht weiter ignorieren."
Zuvor waren die Demonstranten mit Spruchbändern und unter ohrenbetäubendem Geträller tausender Trillerpfeifen durch die Innenstadt gezogen. Polizeisprecher Joachim Grande sprach von einer friedlichen Veranstaltung.
In Hannover dagegen gab es Krawalle, als Demonstranten die Bannmeile des Landtags missachteten. 140 Polizisten griffen ein.













