15 000 Menschen bilden eine Lichterkette
Strecke reichte von Braunschweig zum Atommülllager Asse und Schacht Konrad
SALZGITTER. Ein 52 Kilometer langes Band leuchtete gestern Abend zwischen Braunschweig, Wolfenbüttel und Salzgitter. Rund 15 000 Menschen protestierten mit einer Lichterkette gegen den Umgang mit Atommüll.
Ihre Fackeln sollten ein Zeichen des Protests, der Kritik und der Besorgnis sein. "Wir sind umzingelt von Atommülllagern: Asse, bald Schacht Konrad, Morsleben, Gorleben. Davor kann man doch nicht die Augen verschließen. Wir müssen wissen, was hier passiert!", forderte der Braunschweiger Peter Reineking.
Die Lichterkette reichte von der Braunschweiger Innenstadt zum Atommülllager Asse in Remlingen und führte weiter über Wolfenbüttel zum Schacht Konrad in Salzgitter-Bleckenstedt.
"Es war ein überwältigender Erfolg", sagte Frank Hoffmann vom Asse-II-Koordinierungskreis gegen 20 Uhr. Dicht an dicht reihten sich die Menschen vor dem Wolfenbütteler Schloss gestern Abend in die Lichterkette.
"Wir haben nicht nur Standorte, sondern die Region mobilisiert", war sich Hoffmann sicher. Die Veranstalter waren mit der Beteiligung in der Region sehr zufrieden.
"Fast 15 000 Menschen, und das, obwohl es eiskalt und windig war", sagte Udo Dettmann vom Asse-II-Koordinierungskreis.
"Die Menschen standen Schulter an Schulter. Ich denke, wir haben gezeigt, dass wir nicht bereit sind, den Umgang mit Atommüll so hinzunehmen", meinte Peter Dickel, der ebenfalls zum Asse-II-Koordinierungskreis gehört.













