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13. Februar 2012
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Mit Gelassenheit zu guter Form

Braunschweigs Marathon-As Luminita Zaituc läuft Sonntag den Berlin-Marathon

Von Stefani Franzke

BRAUNSCHWEIG. Ein wenig Geduld hat Luminita Zaituc in diesem Jahr über ihr Tief hinweggeholfen. Sie hatte die Saison nach ihrer WM-Absage schon beenden wollen. "Es lief einfach nicht. Ich bin nicht weitergekommen", erinnert sich die Läuferin der LG Braunschweig jetzt mit einem Lächeln im Gesicht an die schweren Wochen im Sommer.

Nach einem guten Ergebnis beim Rhein-Marathon Anfang Mai in Düsseldorf (2:26:44 Stunden) hatte die beste deutsche Langstrecken-Läuferin viel länger für die Regeneration gebraucht als geplant. Entnervt hatte sie die Saison dann im Juli schon "alles schmeißen" wollen. Ihr Freund und Trainer Dumintru Dobre hatte dann die rettende Idee: "Wir sind ins Trainingslager nach St. Moritz gefahren. Da bin ich die Sache einfach lockerer angegangen", erzählt die 36-jährige Sportsoldatin. Eine andere Trainingsstrecke und die Gelassenheit, auch schlechte Tage einfach hinzunehmen, haben Luminita Zaituc dann geholfen, ihre Form für einen weiteren Marathon in diesem Jahr doch noch zu finden. In Berlin wird die EM-Zweite von 2002 am Sonntag an den Start gehen. Um 9 Uhr geht es los – insgesamt sind 40 000 Teilnehmer in der Hauptstadt dabei.

"War es an einem Tag schwer, wusste ich, dass es am nächsten leichter wird", erinnert sich die gebürtige Rumänin an das Trainingslager in der Schweiz. Die herrliche Umgebung und ein etwas umgestellter Trainingsplan brachten schließlich doch noch den Umbruch. Nach der WM-Absage wegen des Formtiefs möchte die Braunschweigerin nun zum Ende der Saison noch einmal zeigen, was sie kann. Im Frühjahr in Düsseldorf hatte Zaituc nur knapp ihre Bestzeit (2:26:01 Stunden) verpasst. "Wir haben längere Tempoläufe gemacht und sind sie dafür etwas langsamer angegangen", erzählt Zaituc.

Eine Zeit hat sich die Braunschweigerin für Sonntag nicht vorgenommen – das allerdings macht sie nie. "Ich bin dieses Mal selber gespannt. Ich werde versuchen, so schnell wie möglich zu sein", beschreibt das zierliche Persönchen – 1,65 Meter groß und 47 Kilogramm schwer – ihr Ziel.

Und nach Berlin? "Dann mache ich erstmal vier Wochen Pause. Das habe ich seit zwei Jahren nicht mehr gemacht." Und mit einem Augenzwinkern fügt sie hinzu: "Ich hoffe, dass ich das schaffe. Irgendwie habe ich das Laufen im Blut. Da ist es schwer, eine Pause zu machen. Meist gehe ich dann irgendwann nach ein paar Tagen ein wenig schneller durchs Leben…"

Freitag, 23.09.2005
Quelle: http://www.newsclick.de/index.jsp/artid/4552851/menuid/2045

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