Forscher hält Bramwald-Wolf für ungefährlich
Schwedischer Zoologe: Raubtier möglicherweise in der Wildnis geboren und aus Osteuropa eingewandert
GÖTTINGEN. Der seit fünf Wochen im südlichen Niedersachsen umherstreifende Wolf ist nach Ansicht des international anerkannten WolfsExperten Erik Zimen für Menschen nicht gefährlich.
In seinem Verhalten zeige das Tiere bislang keinerlei aggressive Tendenzen, sagte der schwedische Zoologe in Dransfeld bei Göttingen. In den vergangenen Jahrzehnten hätten Wölfe in Europa keine Menschen angefallen, erläuterte der Wissenschaftler.
Eine 100-prozentige Garantie für die Ungefährlichkeit des von den Behörden "Puck" getauften Tieres könne aber niemand geben. Falls der Wolf wider Erwarten doch aggressiv werden sollte, "muss man ihn erschießen, einfangen oder vertreiben". Zimen hält es für "nicht unwahrscheinlich", dass der Wolf in der Wildnis geboren und aus Osteuropa nach Niedersachsen gewandert ist. Dass er immer wieder in der Nähe von Dörfern auftauche, sei kein Hinweis auf eine Herkunft aus einem Gehege. "Wölfe sind Opportunisten ersten Grades", sagte Zimen. "Sie können überall leben, wenn Menschen sie leben lassen."
Der Bramwald und angrenzende Gebiete, in denen der Wolf bisher beobachtet wurde, bieten dem Wolf nach Ansicht des Wissenschaftlers hervorragende Lebensbedingungen.
In diesen Wäldern gebe es ausreichend Nahrung und Deckung. Gleichwohl glaube er, dass "Puck" irgendwann weiter ziehe, sagte Zimen. "Eines Tages ist er womöglich nicht mehr da", sagte der Wolfs-Experte. lni













