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13. Februar 2012
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Asse-Fässer lagern in Braunschweig

Von Michael Ahlers, Braunschweiger Zeitung

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Knapp 1500 Fässer mit Asse-üblichem Atommüll sind in einer Sammelstelle des Landes an der Mittelweser eingelagert. Auch bei der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt in Braunschweig befindet sich ein Zwischenlager, wie PTB-Experte Rolf Simmer bestätigt.

Wohin mit dem Atommüll? Nach einer Aufstellung des Landesumweltministeriums sind allein knapp 26 400 „Gebinde“ schwach- und mittelaktiver Müll auf Zwischenlager im Land verteilt. Nachdem der Forschungsreaktor der Bundeseinrichtung 1995 stillgelegt worden war, wurden nach dem Rückbau vor allem Betonschutt, Metallteile und Kunststoff in Spezialfässer eingelagert.

Es sind schwach radioaktive Rückstände, die ebenso wie die Lesse-Fässer mit dem nach Asse-Bedingungen verpackten Müll wohl im Schacht Konrad landen werden. Das Endlager in Salzgitter ist genehmigt und wird derzeit für den Betrieb vorbereitet.

„Die Bedingungen für den Schacht Konrad lagen noch nicht vor, daher wurden die Asse-Bedingungen zugrunde gelegt“, sagt Jutta Kremer-Heye, Sprecherin des Umweltministeriums in Hannover. Die Fässer hätten nie in die Asse kommen sollen. Dagegen vermutet Grünen-Fraktionschef Stefan Wenzel, dass die Fässer trotz des offiziellen Stopps der Einlagerung doch in der Asse landen sollten. „Unternehmen und Politik haben ja weiter darauf gehofft, die billige Atommüllkippe Asse zu nutzen“, sagt Wenzel.

Die damalige Wirtschaftsministerin Birgit Breuel (CDU) hatte sich 1984 bei Bundesforschungsminister Heinz Riesenhuber (CDU) dafür stark gemacht. Die Entsorgung eines Kubikmeters Müll koste im Schacht Konrad 2152 D-Mark. In der Asse koste der Kubikmeter Müll dagegen weniger als die Hälfte: 892 D-Mark. Die Industrie halte es daher für sinnvoller, die Entsorgung „primär über die Asse sicherzustellen“, schrieb die Ministerin.

Das Landesumweltministerium will nun eine Aufstellung des radioaktiven Inventars jener 1485 Fässer vorlegen, die nach Asse-Bedingungen verpackt wurden. Das hatten die Oppositionsfraktionen gefordert – auch zwecks möglicher Rückschlüsse auf den Atommüll in der Asse. Deren Bestand soll, falls er herausgeholt wird, im Schacht Konrad landen. „Schließlich werden die (...) Abfälle zur Endlagerung nach Schacht Konrad transportiert“, heißt es beispielsweise in den offiziellen „Asse-Einblicken“ vom 03/2009.

Freitag, 16.10.2009
Quelle: http://www.newsclick.de/index.jsp/artid/11116170/menuid/2046

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