CDU-Minister sorgt sich um die Asse
„Mich bedrückt, dass wir noch nicht wissen, wie es mit der Asse weitergeht“, sagt Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) in einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung. Die Rückholbarkeit des Atommülls sei ja noch nicht gewährleistet.
„Die Einsturzgefahr kann man nicht völlig ausschließen“, sagte Röttgen in Bezug auf die im Kreis Wolfenbüttel gelegene Schachtanlage.
Heftige Proteste riefen am Wochenende jedoch andere Äußerungen des Ministers hervor. Röttgen warnte davor, die Zustimmung für die CDU vom störungsfreien Betrieb der Atomkraftwerke abhängig zu machen. „Wir brauchen ein energiepolitisches Gesamtkonzept. Nicht um die Rolle der Kernkraft zu festigen, sondern um darzulegen, wie wir sie ablösen“, gibt er als Marschroute für die schwarz-gelbe Regierungskoalition vor. Seine Parteifreunde provoziert der Minister mit dem Satz: „Die Kernkraftwerke sind auf 40 Jahre ausgelegt. Nicht auf 60, sondern auf 40.“
Der unionsinterne Streit entbrennt genau an diesen Zahlen, weil sie nur eine moderate Verlängerung der unter Rot-Grün vereinbarten Laufzeiten – im Schnitt 32 Jahre – bedeuten. Sichere Kernkraftwerke könnten 60 Jahre und länger laufen, meinte Unions-Fraktionsvize Michael Fuchs. Landes-Umweltminister seiner Partei pflichteten ihm bei. „Statt sich den Grünen an den Hals zu werfen, sollte Herr Röttgen versuchen, die Energiepreise in Schach zu halten“, polterte Fuchs.
Röttgen hatte daran erinnert, dass die Atomenergie auch nach vierzig Jahren „keine hinreichende Akzeptanz in der Bevölkerung“ habe. FDP-Generalsekretär Christian Lindner hält dagegen: „Röttgen kapituliert vor diffusen Ängsten.“













