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14. Februar 2012
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Banken-Wettbewerb ist teuer für Kunden

Von Andreas Schweiger

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Jeder, der schon einmal an einem Bankautomaten Geld abgehoben hat, der nicht zu seiner Bank gehört, wird sich geärgert haben. Denn mitunter kostet das „Fremdgehen“ am Automaten 10 Euro oder noch mehr.

Ursache dieser Gebühren ist der Wettbewerb zwischen Banken, die Filialen mit entsprechendem Personal und Automatennetz betreiben, und den Direktbanken.

Die Filial-Banken wollen nicht auf den Kosten für ihre Automaten sitzenbleiben, wenn die von Kunden anderer Geldhäuser genutzt werden. Deshalb erheben die Banken untereinander für die Bargeld-Auszahlung am Automaten Gebühren. Die werden entweder komplett oder zumindest teilweise an die Kunden weitergereicht.

Die Sparkasse Goslar/Harz zum Beispiel verlangt von ihren Kunden vergleichsweise moderate 3,50 Euro, wenn sie an einem fremden Automaten Geld abheben – egal, wie viel die Bank der Sparkasse dafür in Rechnung stellt. „Das können bis zu 10 Euro sein“, sagt Sparkassen-Sprecher Martin Exner unserer Zeitung.

Nun hat sich das Bundeskartellamt eingeschaltet, prüft, ob und welche Banken zu hohe Gebühren verlangen. „Es gab Beschwerden von Banken und Kunden“, sagt Gerrit Brauser-Jung, Sprecher des Amts. Nach seinen Angaben hat die Behörde an 280 Institute Fragebögen verschickt. „Unsere Ermittlungen stehen ganz am Anfang“, sagt er.

Wie Recherchen unserer Zeitung ergaben, haben die meisten Banken in der Region die Fragebögen erhalten. „Die Beantwortung ist sehr umfassend und detailreich“, sagt Stefan Honrath, Kommunikationschef der Kreissparkasse Peine. Beispielhaft für andere Institute erläutert er die Strategie seines Hauses.

So müssen eigene Kunden für die Nutzung fremder Automaten und Fremdkunden, die die Automaten der Sparkasse nutzen, dasselbe bezahlen: sechs Euro, beziehungsweise ein Prozent des Umsatzes. „Einigen Instituten, die uns mit übermäßigen Entgelten belasten, stellen wir aber die gleichen Summen in Rechnung“, sagte Honrath. Als übermäßige Entgelte bezeichnet er Beträge von mehr als sechs Euro.

Sechs Euro Gebühr – die hält auch Andreas Jung, Marketingreferent der Volksbank Wolfenbüttel-Salzgitter, für angemessen. „Ein Automat kostet 50 000 Euro plus Betrieb und Pflege“, sagt er.

Andreas Gernt, Finanzexperte der Verbraucherzentrale Niedersachsen, begrüßt die Ermittlungen des Kartellamts. „Wollen Direktbanken den Service Dritter nutzen, geht das nur über Gebühren“, sagt er, fügt aber hinzu: „Die Frage dabei ist doch, wie hoch die Gebühren sind.“ Er rät daher Nutzern von Geldautomaten, sich über die Kosten zu informieren.

Keine Probleme haben meist Kunden, die sich ihr Geld von Automaten innerhalb eines Bankenverbundes auszahlen lassen. Das ist gebührenfrei oder kostet nur einige Cent.

Dienstag, 16.03.2010
Quelle: http://www.newsclick.de/index.jsp/artid/11930991/menuid/2046

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