Nationalparkverwaltung plant Freilassung weiterer Luchse
St.Andreasberg (lni) - Die Nationalparkverwaltung plant die Freilassung weiterer Luchse im Harz. Wir prüfen derzeit, ob es in Wildparks geeignete Tiere für eine Auswilderung gibt, sagte der Leiter des Wiederansiedlungsprojektes, Ole Anders, am Dienstag. Derzeit leben im Harz und in den angrenzenden Regionen knapp 20 Luchse. 13 davon gehören zu den seit dem Jahr 2000 freigelassenen 17 Tieren. Bei den anderen Exemplaren handelt es sich um Jungluchse, die in freier Natur geboren wurden.
Es sei zweifelhaft, ob die derzeitige Anzahl der Luchse ausreiche, wenn sich dauerhaft eine überlebensfähige Population entwickeln solle, sagte Anders. Deshab wäre es sinnvoll, in den kommenden Jahren nach und nach weitere Tiere auszuwildern. Dafür kämen allerdings nur ausgesuchte Luchse in Betracht. Sie müssen vorher in großen Gehegen gelebt haben und eine Grundscheu vor Menschen besitzen.
Einige der im Harz ausgewilderten Luchse sind in den vergangenen beiden Jahren aus dem Mittelgebirge ausgewandert. Ein Tier halte sich derzeit vermutlich im Elm östlich von Braunschweig auf, sagte Anders. Ein weiteres befinde sich offenbar im Solling. Er hoffe, dass weitere Luchse den Harz verlassen, damit das Verbreitungsgebiet größer werde.













