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09. Februar 2012
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Die ganze Region wird zum Zeitlabor

"Zeitphänomene" locken mit Exkursionen, Entdeckungen und einer echten Tiefen-Bohrung

Von Henning Noske

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BRAUNSCHWEIG. Die Zeit ist ein großes Thema in der Forschungs-Region Braunschweig – zur Stadt der Wissenschaft ist daraus ein großes Projekt geworden.

Gleich in mehreren Städten und Institutionen ist die Zeit zuhause:

Die Physikalisch-Technische Bundesanstalt (PTB) in Braunschweig legt mit ihren Atomuhren die gesetzliche Zeit in Deutschland fest.

Das Freilicht- und Erlebnismuseum (Femo) in Königslutter und das Naturhistorische Museum in Braunschweig präsentieren in Funden und Exkursionen Erdgeschichte pur.

Der Geopark Harz Braunschweiger Land Ostfalen ist ein Raum, in dem Jahrmillionen Erdgeschichte so eindrucksvoll zu bestaunen sind wie sonst nirgends in Europa.

Das Phaeno Wolfsburg lädt in seinem Gesteinslabor zu Streifzügen in die Vergangenheit mit Hammer, Meißel und Schutzbrille ein. In Wolfsburg findet zudem eine spektakuläre Erd-Bohrung statt.

Die meisten Regionen wären froh, sie hätten einen dieser Glanzpunkte – in Braunschweig und Umgebung geht es darum, sie alle und mehr zu einem großen Thema zusammenzubinden. "Zeitphänomene" heißt es – auch über 2007 hinaus. Zwischen Jahrmillionen und einer Atomsekunde liegen manchmal Welten – oder nur ein Katzensprung.

"Es ist das bislang umfangreichste Programm, das unsere Forschungsregion in der Stadt der Wissenschaft auflegt", sagt Dr. Wolfgang Guthardt vom Phaeno. Und Braunschweigs TU-Präsident Jürgen Hesselbach erklärt: "Natürlich freuen wir uns, dass wir jetzt in Wolfsburg tiefe Löcher bohren dürfen."

Tatsächlich ist es das Leichtweiß-Institut für Wasserbau, das gemeinsam mit der Gesellschaft für Grundbau und Umwelttechnik von Samstag an bis zum 10. April vor dem Wolfsburger Phaeno eine 100 Meter tiefe Bohrung niederbringt. "Unser Ziel ist es, Jura-Material zu gewinnen", sagt Klaus-Peter Schleicher vom Leichtweiß-Institut.

Rund 180 Millionen Jahre altes Material mithin – zweimal am Tag um 12 und um 15 Uhr kann die Bevölkerung zuschauen, wenn die Bohrkerne entnommen werden. Im Gesteinslabor der Experimentier-Landschaft Phaeno werden sie anschließend untersucht.

Aber das ist nur einer der Höhepunkt der "Zeitphänomene". Workshops in der Fossilien-Fundgrube und im Gesteins-Labor werden für Familien, Kindergärten und Schulklassen angeboten. Zeitreisen, Natur-Erlebnisführungen und Fossilien-Tage locken in den Geopark und ins Naturhistorische Museum.

Im Braunschweiger Haus der Wissenschaft in der Aula der TU in der Pockelsstraße (ehemalige PH, Pockelsstraße) steigt die spannende Vortragsreihe "Zeit für die Zeit" mit Terminen von Mai bis November.

Freitag, 30.03.2007
Quelle: http://www.newsclick.de/index.jsp/artid/6580294/menuid/2046

VfL Wolfsburg : SC Freiburg am Freitag um 20:30 Uhr

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