Korruption: Durchsuchung bei VW
Zulieferer bot offenbar Fernreisen gegen Aufträge
WOLFSBURG. Das Landeskriminalamt Niedersachsen ermittelt gegen mindestens fünf VW-Mitarbeiter und den Geschäftsführer eines nordbayerischen Zulieferbetriebes wegen des Verdachts auf Korruption. Gestern sind in Wolfsburg, Salzgitter und Hannover, außerdem in Bayern und Frankreich 29 Büros, und Wohnungen durchsucht worden.
Die VW-Mitarbeiter stehen im Verdacht, von dem Lackhersteller Vergünstigungen angenommen zu haben: Einladungen zum Essen und Fernreisen. Der Zulieferer soll versucht haben, durch Bestechung Aufträge zu erhalten. Wie groß sein Erfolg war, ist offen, auch eine Schadenssumme ist noch nicht ermittelt.
Ein VW-Sprecher bestätigte, dass im Werk Wolfsburg der Arbeitsplatz eines Mitarbeiters durchsucht wurde. Er wurde sofort freigestellt. Ein weiterer VW-Mitarbeiter sei im Ausland tätig, drei weitere seien aus Altersgründen ausgeschieden.
In Niedersachsen wurden 17 Gebäude durchsucht, davon 3 in Wolfsburg, 6 in Salzgitter und 2 in Hannover. Sichergestellt wurden Datenträger, Aktenordner und Kontoauszüge. Ausgangspunkt der Ermittlungen waren anonyme Hinweise über die Internetseite des Landeskriminalamtes. WIRTSCHAFT













